Die Gewerkschaften OGBL und LCGB versuchen vergebens seit zwei Jahren, einen neuen Kollektivvertrag für die ACL-Mitarbeiter auszuhandeln. Der Schwerpunkt der Gespräche liegt auf den Gehältertabellen. «Die ACL-Direktion hat in den letzten Jahren einen schleichenden Abbau der kollektivvertraglichen Gehälterbestimmungen eingeführt, der in der Zwischenzeit für einzelne Angestellte eine monatliche Lohneinbuße von bis zu 200 Euro brutto darstellt,» so die zwei Gewerkschaften OGBL-LCGB in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Dienstag.
Die Direktion soll bereits auf die Missstände hingewiesen worden sein. Allerdings sollen die ACL-Verantwortlichen kein Interesse an einer Berichtigung signalisiert haben. Aus diesem Grund werden nun die Gewerkschaften das nationale Schlichtungsamt einschalten, die erste Sitzung findet am 9. Oktober 2014 statt.
Doch damit nicht genug.
Fitnesstrainer für ACL-Direktion?
Zurzeit bereiten noch andere schwerwiegende Missbräuche den Gewerkschaften Sorgen. Die ACL-Direktion soll bereits ihre Mitarbeiter eingeschüchtert und mit Entlassungen gedroht haben. Um die Lohnsenkungen zu rechtfertigen, soll die Direktion sogar die Dienstleistungen des ACL mit Callcentern und reinen Abschleppdiensten verglichen haben. Auch wurde damit gedroht, den gesamten Kollektivvertrag infrage zu stellen.
Außerdem fragen sich die Gewerkschaften was aus dem Projekt «Yellow Cab» geworden ist. «Wäre das Geld nicht besser in die ACL-Mitarbeiter und Dienstleistungen für die Mitglieder geflossen»? Eine zusätzliche Frage die sich die Gewerkschaften stellen, ist die der Kosten der neuen Dienstwagen für Verantwortliche. Die Flotte soll massiv aufgestockt worden sein. Des Weiteren fordern die Gewerkschaften Aufklärungen im Zusammenhang mit dem Geld, das für einen Fitnesstrainer für Direktionsmitglieder ausgegeben wurde.
Schließlich erinnern die Gewerkschaften die ACL-Direktion daran, dass sie es nicht hinnehmen werden, dass auf die ACL-Mitarbeiter in Bezug auf die Lohnsenkungen weiterhin mit Füßen getreten wird.
Zu Demaart
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