Soll ein Minister den Job zehn, zwölf oder mehr Jahre hintereinander machen können? Soll gar ein Staatsminister nach dem Beispiel Juncker 20 Jahre das gleiche Amt besetzen? Wie lange soll ein Abgeordneter im Amt bleiben?
Zu diesen (und anderen) Fragen soll das Volk am kommenden 7. Juni seine Meinung per Referendum ausdrücken.
Wir befragten, gemeinsam mit TNS Ilres, bereits jetzt einen demoskopisch repräsentativen Anteil der Bevölkerung: «Soll das Mandat von Abgeordneten und Ministern auf zwei Legislaturperioden beschränkt werden?»
Ja, sagt eine Mehrheit der Befragten. 56,1 Prozent sind der Meinung, dass zehn nacheinander folgende Jahre in einem Amt ausreichen.
Nur 27,5 Prozent meinen, dass die Politiker auch länger im Parlament bzw. in der Regierung ausharren dürften.
Innerhalb der diversen befragten Gruppen gibt es hierüber kaum Meinungsunterschiede. Die größte Ablehnung längerer Mandatsperioden ist dabei bei Arbeitslosen zu finden. 72,4 Prozent dieser Gruppe sind der klaren Meinung, dass eine Beschränkung notwendig sei, nur 9,4 Prozent treten für längere Perioden ein.
Liberale Berufe für längere Mandate
Bei den Studenten ist das Bild ein anderes: Sie finden nur zu 53,5 Prozent, dass eine Beschränkung notwendig ist, und werden hierbei nur noch von den Vertretern der sogenannten liberalen Berufe (die übrigens besonders stark im Parlament vertreten sind) untertroffen. Lediglich 47,5 Prozent der Rechtsanwälte, Ärzte usw. sind der Meinung, die Mandatsdauer solle beschränkt werden.
Je besser die Bürger bezahlt werden, desto eher sind sie der Meinung, dass längere Amtsperioden kein Problem darstellen, was sicherlich mit der Sichtweise der liberalen Berufe zu tun hat. Große Unterschiede zwischen den Sichtweisen gibt es bei den verschiedenen Nationalitäten in dieser Frage keine.
Unterscheidet man nach dem Ausbildungsniveau, sind die Menschen mit einer langen bzw. einer Hochschulausbildung tendenziell für längere Mandate (51,3 Prozent).
Regional betrachtet sind die Unterschiede zwischen den Bürgern im Land ebenfalls demoskopisch zu vernachlässigen.
Zu Demaart
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