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Happyend für ein altes Bauwerk

Happyend für ein altes Bauwerk

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In Anwesenheit von Infrsstruktur-Minister François Bausch wurde am Montag die neue Eisenbahnbrücke in der Escher Straße in Kayl offiziell eröffnet. Sie war aber schon vor einigen Monaten in Betrieb genommen worden.

Eigentlich handelt es sich nicht um eine «Eisenbahnbrücke», sondern um eine Brücke, welche Kayl mit Esch verbindet und über die Zuglinie Rümelingen-Noertzingen führt. Sie liegt an einem Knotenpunkt, der sechs Straßen miteinander verbindet (Escher Straße, Altrecht, Kirchen-Straße, Michel-Straße, Jos-Müller-Straße und rue Notre-Dame). Eine architektonische Herausforderung also, die aber zusammen von der Straßenbauverwaltung, der Gemeinde und der CFL gelöst werden konnte.

Angefangen hatte die Story, wie der Bürgermeister von Kayl John Lorent am Montag während des Empfangs im Rathaus erklärte, mit einer Reportage von Fotograf Edy Nicola und dem Lokalkorrespondenten Fränz Hoffmann im «Tageblatt», in der die Genannten in Bild und Text den maroden Zustand der Brücke festhielten. Das staatliche Tiefbauamt hatte daraufhin zwar festgestellt, dass die Brücke nicht «baufällig», aber trotzdem reparaturbedürftig war. Der damalige Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler (CSV) gab kurze Zeit später sein Einverständnis, das Bauwerk rundum in Stand zu setzen.

In Rekordzeit

Der Vertrag mit dem Planungsbüro «Schroeder & associés» wurde am 22. April 2008 unterschrieben, die Firma «Tralux sàrl.» erhielt von der Regierung den Bauauftrag am 10. Januar 2013. In Rekordzeit wurden die Arbeiten durchgeführt. Kostenvoranschlag: 2.058.500 Euro, davon 1.851.098 für den Staat, 47.244 für die Straßenbauverwaltung und 160.157 für die Gemeinde. Für die Beleuchtung der Fußgängerüberwege musste die Kayler Kommune zusätzlich 40.000 Euro aufbringen.

Der Dank ganzer Generationen dürfte den staatlichen Stellen für die Verwirklichung dieses Werks gewiss sein, so Bürgermeister John Lorent. Auch, wenn noch kleinere «Bobos» beseitigt werden müssten, so u.a. die unübersichtliche und gefährliche Einfahrt in die Jos-Müller- (Bahnhofs-) Straße, die demnächst als Einbahn umfunktioniert werden soll.

Froh über die Förderung der «sanften Mobilität»

Minister François Bausch zeigte sich erfreut darüber, dass die Streckenführung über die Brücke ausgebaut wurde, um die sanfte Mobilität zu garantieren. Im verkehrstechnisch angespannten Raum zwischen Bettemburg, Düdelingen, Esch und dem Kayltal sei eine staatliche Kommission dabei, die Möglichkeiten für die Verallgemeinerung von 30-km-Zonen-auszuloten, obschon diese technisch nicht überall möglich sei, so Bausch. Leider verlor der Minister kein Wort über den Erhalt und den Ausbau der Passagier-Zuglinie zwischen dem Kayltal und der Hauptstadt. Die Gemeinden Rümelingen und Kayl hatten diese Maßnahme im Rahmen der sektoriellen Leitpläne gefordert.