Für Aufregung bei portugiesischen Medien hat Familienminister Corinne Cahen dieser Tage mit einem kurzen Satz auf Facebook gesorgt. «Richtige Entscheidung vom Klassenlehrer», hatte sie unter dem Facebook-Post geschrieben, in dem ein Klassenlehrer auf einer 7. Klasse im Sekundarunterricht den Schülern verboten hatte, im Klassenzimmer Portugiesisch zu sprechen. Luxemburgisch sei Pflicht. Nun bekräftigt das Unterrichtsministerium die Entscheidung des Klassenlehrers und stellt sich damit auch schützend vor der in Bedrängnis geratenen Familienministerin.
Als eine den Schülern gemeinsame Sprache komme dem Luxemburgischen weiterhin eine wichtige Rolle beim sozialen Zusammenhalt zu, aber das Deutsche und das Französische spielen eine entscheidende Rolle als Schulsprachen, so das Unterrichtsministerium am Mittwoch. Es sei demnach wesentlich, dass die Nutzung der offiziellen Verkehrssprache (langue véhiculaire) geachtet werde, so das Ministerium.
Anders hingegen in den vorbereitenden Klassen der Grundschule. Die Nutzung der Muttersprache soll dazu dienen, das Luxemburgische schneller zu erlernen. Das Luxemburgische sei die gemeinsame Sprache aller Kinder und damit ein Faktor der sozialen Kohesion.
Zu Demaart
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