Dienstag27. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Luxemburger Katalanen für Unabhängigkeit

Luxemburger Katalanen für Unabhängigkeit

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Rund 80 Prozent der Katalanen wollen sich von Spanien loslassen. Doch Madrid lässt nicht locker. Die in Luxemburg lebenden Katalanen zeigen sich weiterhin optimistisch.

Bei der symbolischen Volksbefragung zur Unabhängigkeit am Sonntag hat sich eine deutliche Mehrheit der Katalanen für die Abspaltung der Region von Spanien ausgesprochen. Wie die katalanische Regionalregierung in der Nacht zum Montag nach der Auszählung von 88,4 Prozent der abgegebenen Stimmen bekannt gab, stimmten 80,7 Prozent in dem nicht bindenden Votum für die Unabhängigkeit. Regionalpräsident Artur Mas will nun ein legales Referendum vorantreiben.

Auch in Luxemburg sowie in der Großregion beteiligten sich Hunderte Katalanen am symbolischen Referendum.

800 Katalanen

In der Großregion leben rund 800 Katalanen. Sie wählten am Sonntag in den Räumlichkeiten der katalanischen Delegation in Brüssel. Vom Luxemburger Bahnhof aus fuhren 44 Katalanen zur europäischen Hauptstadt. „Das Ergebnis der ausländischen Stimmen wird erst am Montagabend veröffentlicht“, sagt Antoni Montserrat, ehemaliger Präsident des „Lëtzebuerger Katalanenzentrum“.

„Wir wollen kein Bestandteil mehr von Spanien sein, es gibt zu viele Rechtswidrigkeiten in allen Bereichen. Vor allem in sprachlichen und kulturellen Bereich legt uns Madrid Steine in den Weg“, beschwert sich Antoni Montserrat gegenüber Tageblatt.lu. „Wenn wir es schaffen, uns von Spanien auf politischem Wege loszulassen, wollen wir weiterhin Bestandteil der EU sein. Was eine Nato-Mitgliedschaft betrifft, wird es eher schwieriger. Ich erinnere daran, dass 1986 das Baskenland, Katalonien, sowie die Kanarischen Inseln anlässlich eines Referendums über den Verbleib in der Nato dagegen stimmten.

Antoni Montserrat hofft nun auf die kommenden plebiszitären Wahlen. Letztere werden das endgültige Referendum sein. Der in Luxemburg lebende Katalane zeigt sich optimistisch, dass seine Landsleute in naher Zukunft doch ein Übereinkommen mit Madrid treffen werden. Mit der aktuellen konservativen spanischen Regierung in Madrid werde man in diesem Zusammenhang allerdings keinen gemeinsamen Nenner finden, schlussfolgert Antoni Montserrat. In Katalonien hofft man auf die Ablösung der aktuellen Regierung. 2015 sind in Spanien Parlamentswahlen.