Nach knapp zwei Jahren an der Spitze der luxemburgischen Armee löst Colonel Romain Mancinelli am Montagmorgen General Mario Daubenfeld ab. Der Zeremonie in der Ettelbrücker Däichhall wohnen mehrere hundert Gäste bei. Patrick Frantz, Präsident der Militärgewerkschaften SPAL und SPFP, sieht im Le Quotidien-Interview am Montag den Wechsel als Gelegenheit, Forderungen erneut zu bekräftigen.
Laut Patrick Frantz hatte Armeeminister Etienne Schneider – entgegen seinen Behauptungen – nicht alle Beteiligten der Armeestrukturen in die Beratungen zur Wahl des neuen Stabchefs einbezogen. Die Entscheidung sei eine politische gewesen, so Frantz.
Neustart
Zur der Zeit als Mancinelli Kommandant in Diekirch war, gab es Reibungen zwischen ihm und der Armeegewerkschaft SPAL. In der sogenannten «Boxemännercher»-Affäre erließ Mancinelli Sanktionen gegen verschiedene Gewerkschaftler.
«Nun versuchen wir einen Neustart mit ihm in seiner neuen Funktion. Wir sind bereit, aber wir werden unsere Forderungen erneut bekräftigen», betont Frantz im Le Quotidien-Interview.
Der bisherige Armeechef Mario Daubenfeld hatte das Ruder am 1. Februar 2013 übernommen. Dass er nur für kurze Zeit die Führung übernehmen würde, war bereits bei seiner Nominierung bekannt, erklärt Frantz: «Es gab eine Annäherung zwischen Daubenfeld und der Gewerkschaft. Die Beziehungen verbesserten sich. Mit Daubenfelds Vorgänger hatte es mehr Schwierigkeiten gegeben.»
Zu Demaart
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