Donnerstag29. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

«Kontinuität bedeutet nicht konservativ»

«Kontinuität bedeutet nicht konservativ»

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

LUXEMBURG - André Roeltgen sieht seine Präsidentschaft im OGBL im Zeichen der Kontinuität. Das bedeute jedoch nicht, dass man konservativ sei, betont er im Tageblatt-Gespräch.

„Ich stehe für Kontinuität, es wird keine Revolution geben“. Das hat der bisherige Generalsekretär und designierte Nachfolger von Jean-Claude Reding an der Spitze des OGBL, André Roeltgen am Freitag im Tageblatt-Interview gesagt. Der am Freitagabend vom Kongress gewählte Nationalvorstand wird den neuen Präsidenten bestimmen. Roeltgen ist einziger Kandidat.

Der OGBL sei seit seiner Gründung von einer Kontinuität geprägt. „Ich weise allerdings darauf hin, dass Kontinuität nicht bedeutet, dass man konservativ ist“. Eine Resolution des Nationalkongresses sieht vor, dass die Gewerkschaft sich vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen selbst überprüfen wird. Analysiert werden sollen u.a. die Führungsstrukturen. Änderungen wird ein außerordentlicher Kongress 2016 beschließen.

Die Kontinuität des Gewerkschaftsprogramms werde damit jedoch nicht in Frage gestellt, betont Roeltgen. Fortsetzung auch in der Einschätzung des Zustandes der öffentlichen Finanzen des Landes. Der OGBL sei der Meinung, dass die öffentlichen Finanzen weitgehend gesund sind, so Roeltgen. „Wir sehen Luxemburg auch nicht in einer Schuldenfalle“. Es sei gelungen, die negativen Konsequenzen des Haushaltsvorschlags der Regierung teilweise zu beseitigen, ergänzt Roeltgen unter Hinweis auf die letztwöchige Vereinbarung der Gewerkschaften mit der Regierung. Der Kaufkraftverlust für die Beschäftigten konnte in wesentlichen Punkten abgeschwächt werden.

Mit Roeltgen an seiner Spitze wird der OGBL wohl auch weiterhin in Richtung Einheitsgewerkschaft denken. Eine Einheitsgewerkschaft führe automatisch zu einer Stärkung der Position der Arbeitnehmer.