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Neun Monate Haft auf Bewährung

Neun Monate Haft auf Bewährung

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LUXEMBURG - Zu neun Monaten auf Bewährung ist ein junger Mann am Donnerstag verurteilt worden. Er hatte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Ein Fußgänger war ums Leben gekommen.

Am Donnerstag urteilten die Richter in einer Affäre um einen tödlichen Verkehrsunfall. Ein zur Tatzeit 18 Jahre alte Angeklagte wurde zu einer Haftstrafe von neun Monaten auf Bewährung, einem Führerscheinentzug von zwei Jahren, davon ein Jahr auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro verurteilt. Zudem muss der Mann 40.000 Euro an die vier Nebenklägerparteien zahlen.

Der Tathergang. Im Januar, hatte der Angeklagte, der erst seit knapp drei Monaten im Besitz seines Führerscheins war, eine rote Ampel an der Kreuzung boulevard Grande-Duchesse Charlotte/ avenue du 10 Septembre in Luxemburg missachtet und war daraufhin mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen.
Der Aufprall war so stark, dass der erste Wagen gegen eine Verkehrsampel geschleudert wurde, wo zwei Fußgänger auf Grün warteten. Einer der beiden Fußgänger, ein 57-jähriger Englischlehrer, wurde tödlich, seine Partnerin leicht verletzt.

Der Rechtsanwalt der Nebenkläger, Me Gaston Vogel, hatte anlässlich des Prozesses einen Schadensersatz in Höhe von einer Million Euro beantragt. Der Angeklagte hatte am ersten Prozesstages erklärt, dass er sich nicht mehr an viel erinnern könne. Seiner Meinung nach sei er bei Orange über die Kreuzung gefahren. Der Fahrer des ersten Wagens hatte seinerseits gesagt, er selbst habe die Ampel bei Grün überquert.
Die Verteidigerin des Beschuldigten hatte mildernde Umstände für ihren Mandanten beantragt. Ein weitaus höheres Strafmaß hatte hingegen die Vertreterin der Staatsanwaltschaft gefordert: eine Haftstrafe von 18 Monaten mit eventueller Bewährung und ein Fahrverbot von drei Jahren. ph.