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Firmengründung «light» in Luxemburg

Firmengründung «light» in Luxemburg

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Ein Unternehmen in Luxemburg zu gründen gilt allgemein als einfach. Eine Petition kritisiert die Firmengründung allerdings als zu schwierig und fordert Erleichterungen.

Wer eine Firma in Luxemburg gründen möchte, dem stellen sich nur wenige Hürden in den Weg. So die allgemeine Auffassung. Manche kritisieren das System gar als zu liberal, das zu vielen Pleiten führe, weil unerfahrene Personen sich an eine Firmengründung wagen. Eine Online-Petition, die noch nicht freigeschaltet wurde, sieht das allerdings anders.

Der Bittsteller Thomas Segal kritisiert das Gesetz vom 2. September 2011 über die Firmengründung, welches seiner Auffassung nach die Unternehmen stark einschränkt. Aus diesem Grund fordert Segal eine Lockerung des Gesetzes durch eine Reform der Firmengründung. Dadurch könnte man der Wirtschaft des Landes eine neue Dynamik verschaffen und aus Luxemburg die Wiege Europas für Startup-Firmen und Unternehmertum machen.

Diplome oder Erfahrungen

Das aktuelle Gesetz zwinge jeden Unternehmer, egal aus welcher Branche, berufliche Kompetenzen wie Diplome oder Erfahrungen vorzuweisen. Dies sei die Voraussetzung, um eine Niederlassungsbewilligung zu erhalten. Erst danach sei es möglich, das Unternehmen zu gründen, kritisiert die Petition.

Der juristische Rahmen sei eine regelrechte Bremse für die Entstehung kleiner Handels- oder Handwerksbetriebe: «Unternehmer die heute viel Erfolg haben, sind nicht jene, die am meisten Diplome haben.» Dies könne man weltweit nachprüfen. «Die größten Firmenchefs weltweit kennen alle das Scheitern vor dem Erfolg.»

In der Kritik stehen auch die Weiterbildungen, die in Luxemburg angeboten werden. Diese seien nicht sehr zahlreich und würden nicht genügend Branchen decken. Zukünftige Unternehmer könnten auf diese Weise keinesfalls die verlangten Kompetenzkriterien erfüllen, die sie aber brauchen um eine Niederlassungsbewilligung zu erhalten.

«Gegen Wal-Massaker»

Am Montag, 15. Dezember kommt die Petitionskommission zusammen und entscheidet über die Freigabe der Online-Petition. Am gleichen Tag findet eine öffentliche Debatte im Parlament über die Online-Petition «Gegen Wal-Massaker auf den Färöer-Inseln» von Yasmine Hémès im Namen der Organisation «Sea Shepherd Luxemburg asbl». Diese hat die nötigen 4500 Unterschriften erreicht. Der Protest richtet sich gegen die Traditon auf den Färöer-Inseln, einmal im Jahr Wale in eine Bucht zusammenzutreiben, um sie dort abzuschlachten.

Zur Erinnerung: Bei mindestens 4.500 Unterschriften muss eine Online-Petition im Parlamentsausschuss in Anwesenheit der zuständigen Minister und maximal sechs Bittstellern diskutiert werden. Die Sitzung wird über Chamber TV übertragen.