Die Verhandlungsdelegation des Unternehmens habe von der Direktion kein Verhandlungsmandat bekommen, um über die Entwicklung der Cargolux-Standorte zu diskutieren. Die Gewerkschaften OGBL und LCGB fordern, eine „gesteuerte“ Entwicklung der Standorte der Frachtfluggesellschaft in Luxemburg und im Ausland. Das sei eine der Hauptforderungen der Beschäftigten, so die Gewerkschaften am Donnerstag.
Die Gewerkschaften befürchten, dass Standorte im Ausland auf Kosten des Frachtzentrums Findel ausgebaut werden. Dahingehende Zeichen sehen sie u.a. im Transfer einer zweiten Boeing zur Tochtergesellschaft in Italien oder mit den Plänen, Zwischenstopps in Deutschland einzulegen, um dort Ware aufzunehmen. Sorgen bereitet auch eine mögliche neue Frachtgesellschaft in Zusammenarbeit mit den chinesischen Partner.
Das Management weigere sich einfach, über diese „Tätigkeitsbereichs-Klausel“ zu diskutieren, bedauern OGBL und LCGB. Dabei hätten sie als Zeichen des guten Willens der Forderung der Direktion nach Kostenreduzierungen in Höhe von 12 Millionen Dollar zugestimmt. Man sei auch bereit gewesen, über weitere Maßnahmen in Höhe von bis zu 30 Millionen Dollar zu reden. Mit insgesamt 42 Millionen Dollar Sparpotenzial wäre die Direktion nah an ihre ursprüngliche Forderung gekommen.
Seit Monaten wird über die Erneuerung des Kollektivvertrags für die Cargolux-Mitarbeiter diskutiert.
Zu Demaart
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