Der ACL (Automobile Club Luxembourg) bedauert am Freitag in einer Mitteilung das Scheitern der Schlichtung im Zusammenhang mit der Ausarbeitung eines neuen Kollektivvertrags. Die Gewerkschaften OGBL und LCGB versuchen vergebens seit zwei Jahren mit der Direktion einen neuen Kollektivvertrag für die ACL-Mitarbeiter auszuhandeln. Der Schwerpunkt der Gespräche liegt auf den Gehältertabellen. Die Gewerkschaften OGBL und LCGB bezichtigen die Direktion, durch Manipulationen der Gehältertabellen die Löhne gekürzt zu haben. Das Arbeitsministerium und die Gewerbeinspektion (ITM) hätten die Gehältertabellen unter die Lupe genommen und dabei nichts verdächtiges festgestellt, betont der ACL in seiner Mitteilung. Das hätten die Gewerkschaften auch zugeben müssen.
" class="infobox_img" />Die Kollektivvertragserneuerung beim ACL steckt in der Sackgasse. (Tageblatt-Archiv)
Alle Löhne und Prämien seien in den letzten Jahren ordnungsgemäß ausgezahlt worden, so der ACL weiter. Die von den Gewerkschaften geforderte retroaktive Gehaltserhöhung ab dem 1. Januar 2013 wird als nicht-gerechtfertigt bezeichnet.
Neue Gehältertabelle in Ausarbeitung
Der Club erklärt in seiner Mitteilung, dass für 2015, trotz Fehlens eines Kollektivvertrags, eine neue Gehälterstruktur ausgearbeitet worden ist, welche die jährlichen Gehaltserhöhungen fortsetzt und den ACL-Mitarbeitern zusätzliche Perspektiven eröffnet. Es sei abwegig zu glauben, man wolle Lohnraub betreiben, so der ACL. Schließlich sei eines der Erfolgsrezepte des ACL sein kompetentes und engagiertes Personal. Das wolle man erhalten.
Des Weiteren wurde der Firmenleitung vorgeworfen, sie würde das Personal einschüchtern und bedrohen. Geld soll schließlich für neue Dienstwagen für die Direktion und Fitnesstrainer vergeudet worden sein, lautet ein weiterer Vorwurf der Gewerkschaften. Der ACL weist auch diese Vorwürfe von sich.
Zu Demaart
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