Sind es die vorweihnachtlichen Tage, in denen das politische Leben in Luxemburg auf den Nullpunkt sinkt? Überraschend friedlich sind die Aussagen von CSV-Fraktionspräsident Claude Wiseler am Montag im Journal-Interview. An der Kommunikation und der Art und Weise, wie LuxLeaks schlussendlich behandelt wurde, ist nichts auszusetzen, sagt er. Auch wenn er die Regierungskommunikation zuerst als amateurhaft bezeichnet habe.
Gleich nach Bekanntwerden der Enthüllungsaffäre hatte die CSV die Reaktionen der Regierung aufs Heftigste kritisiert. Es sei auch für eine Regierung schwer, sich in ihre Rolle einzufinden, sagt Wiseler nun. Finanzminister Pierre Gramegna habe das schnell gelernt, lobt er. „Wenn man Solidarität möchte, muss man mit dem Parlamentsausschuss reden, seine Position darlegen und fragen: Was sagt Ihr dazu? Das ist der richtige Ansatz, der halt Zeit gebraucht hat.“
Dass die Oppositionsarbeit mühsam ist, kann Wiseler im Journal-Gespräch nicht verbergen. „Als Minister verfügt man über Mitarbeiter, die jedes Thema bis ins Detail kennen. Jetzt hat man keinen Stab und muss sich seine Informationen selbst suchen – daran muss man sich gewöhnen“. Es sei zeitraubend, auf dem Laufenden zu bleiben und das Wissen aus der Regierungszeit sei schnell überholt. Und natürlich möchte Wiseler wieder in die Regierung.
Zu Demaart
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