Im kommenden Jahr wird es mehr Firmenpleiten in Luxemburg, Österreich, Deutschland, Finnland, Belgien und China geben, so die Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes. Euler-Hermes-Chefökonom Ludovic Subran zeigte sich zuversichtlich, dass es sich insbesondere in Bezug auf die Entwicklung in Deutschland lediglich um eine «kurzfristige Delle» handele. Bereits im kommenden Jahr rechnet der Experte voraussichtlich wieder mit einer Stabilisierung. Voraussetzung sei jedoch, dass es zu keiner weiteren Eskalation der weltweiten Krisen komme. Notwendig seien auch mehr Investitionen der öffentlichen Hand und ein verbessertes Umfeld für Privatinvestitionen.
In anderen westeuropäischen Ländern wie Spanien, Italien, Portugal. Griechenland, Dänemark oder Großbritannien rechnet der in über 50 Ländern vertretene Kreditversicherer 2015 mit einem Rückgang der Unternehmensinsolvenzen. Weltweit sagt das Unternehmen ein Minus von drei Prozent voraus.
Mit mehr Insolvenzen rechnet Euler Hermes unter anderem in der Energiewirtschaft, sowie in der Land- und Forstwirtschaft. Während im Energiesektor viele Unternehmen mittlerweile mit überholten Geschäftsmodellen zu kämpfen hätten, litten Unternehmen aus der Land- und Forstwirtschaft zunehmend unter der Russlandkrise.
Euler Hermes SA mit Sitz in Paris ist eigenen Angaben zufolge weltweiter Marktführer auf dem Gebiet Kreditversicherungen.
Zu Demaart
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