In den vergangenen Monaten bechloss das italienische Modeunternehmen Prada, sein Finanz-Kontrollsystem zu erneuern. In diesem Zusammenhang fusionierte die in Luxemburg ansässige Prada Holding mit der Finanzgesellschaft Gipafin, heißt es in einem Artikel der römische Zeitung «La Repubblica» am Dienstag. Hintergrunde dieser neuen Finanzpolitik des Modehauses ist ein Steuerstreit um eine Luxemburger Finanzholding mit den italienischen Behörden, der nur durch die Zahlung einer dreistelligen Millionensumme beigelegt werden konnte.
Im Rahmen der Affäre hatte Prada auch angekündigt, die Vermögenswerte, die vor allem in Luxemburg und den Niederlanden plaziert worden waren, nach Italien zurückzuholen. So hat dann auch das italienische Modehaus jetzt seine in Luxemburg ansässige Holding wieder nach Mailand geholt. Aus dem Luxemburger Finanzregister wurden alle Gesellschaften gestrichen, die sich im Besitz des Modezaren Patrizio Bertelli befinden, heißt es in einem Artikel der österreichischen Zeitung «Der Standard». Die Luxemburger Holding wurde 1994 ins Leben gerufen.
Prada ist an der Börse von Hongkong notiert. Das Unternehmen erwirtschaftet laut Medienberichten etwa ein Viertel seines Umsatzes in China. Die Firma plant, seine Präsenz in Russland, im Persischen Golf und in Südamerika auszubauen.
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