In fünf von 13 untersuchten EU-Mitgliedsstaaten nehmen Jugendliche mehr Koffein auf als empfohlen. Demnach sollten sowohl Erwachsene als auch Minderjährige eine Dosis von drei Milligramm Koffein pro Kilo Körpergewicht am Tag nicht überschreiten – andernfalls drohten Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen. Dies geht aus einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, mit der erstmals europaweit das Risiko der koffeinhaltigen Getränke bewertet wird.
Luxemburg
In Luxemburg sind Energy Drinks nicht verboten. Allerdings regt sich Widerstand. So reichte im November eine Frau eine Online-Petition auf der der Webseite der Chamber ein. Sie fordert ein Verbot der Wachmacher. Allerdings haben nur75 Teilnehmer die Petition unterschrieben. 4500 Unterschriften sind nötit, um es ins Parlament zu schaffen.
Litauen
Ende 2014 hatte Litauen als weltweit erstes Land ein Abgabeverbot von Energy Drinks an Kinder und Jugendliche in Kraft gesetzt. Laut einer Umfrage trinken zehn Prozent der litauischen Schüler mindestens ein Mal die Woche einen Energydrink. Die Behörden warnen, dass der hohe Gehalt von Koffein und Taurin in den Getränken zu Hyperaktivität und Abhängigkeit führen könne.
Ein zwölfjähriger Junge mit 50 Kilogramm Körpergewicht überschreitet nach dieser Rechnung mit einer 0,5-Liter-Dose eines Energy Drinks diese Grenze. Anders als bei anderen koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee lockten der Geschmack und das «gezielte Marketing» bei Energydrinks gerade junge Konsumenten an, kritisierte die Verbraucherorganisation. Zum Schutz der jungen Verbraucher dürfe der Verkauf der Drinks erst ab 18 Jahren erlaubt werden.
«Schritte prüfen»
Angesichts der Beliebtheit koffeinhaltiger Energy Drinks bei Kindern und Jugendlichen will der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, jetzt Schritte gegen die umstrittenen Wachmacher prüfen. Er werde mit der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) darüber «diskutieren, was die EU-Staaten hier gegebenenfalls unternehmen sollten», sagte Andriukaitis der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwochsausgabe).
Die Beliebtheit der Getränke und der damit verbundene hohe Koffeinkonsum seien «besorgniserregend». Die Kommission werde sich die EFSA-Stellungnahme und mögliche Konsequenzen genau anschauen, wenn sie voraussichtlich im Sommer in ihrer endgültigen Fassung vorliege, sagte der Kommissar der «NOZ».
Zu Demaart
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