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Gegen Armut, für sauberes Trinkwasser

Gegen Armut, für sauberes Trinkwasser

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Am letzten Tag der offiziellen Visite von Großherzog Henri auf den Kapverdischen Inseln ist ein mehrjähriges Kooperationsprogramm unterschrieben worden.

Von dem Flughafen Nelson Mandela der kapverdischen Hauptstadt Praia aus flog der Großherzog mit der Luxair-Maschine, gemeinsam mit dem kapverdischen Staatspräsidenten Jorge Carlos Fonseca nach Sao Vicente, wo sie auf dem Flughafen Cesária Evora – benannt nach der bekannten kapverdischen Sängerin – landeten. In der Provinzhauptstadt Mindelo bereitete ihnen eine grosse Menschenmenge vor dem Rathaus einen herzlichen Empfang.

Nach einem kurzen Besuch des Rathauses gemeinsam mit Bürgermeister Augusto César Lima Neves ging es dann zum Hafen, von wo aus die Luxemburger Delegation gemeinsam mit dem kapverdischen Staatspräsidenten mit einer Militärfähre nach Santo Antao übersetzten.
Auch am Hafen von Porto Novo, der Provinzhauptstadt von Santo Antao, der nördlichsten der kapverdischen Inseln, war eine große Menschenmasse gekommen den Großherzog und Staatspräsidenten zu begrüssen.

Regen nur an wenigen Tagen

Santo Antao ist eine der trockensten Inseln des Archipels. Nur an wenigen Tagen im Jahr fällt überhaupt Regen, doch dann blüht die Natur innerhalb kürzester Zeit auf. Während dieser Zeit entstehen vorübergehend Bäche und Flüsse, deren Bett an vielen Stellen in der Trockenzeit als Canyons erkennbar sind.

Die Insel ist gekennzeichnet von hohen Bergen aus Vulkangestein und schroff abfallenden Felswänden. Nur wenige Strassen durchziehen das Land. Sie schlängeln sich entlang der Küstenlinie im Osten des Landes und über die Berge in der Mitte der Insel. Der Westen der Insel ist so gut wie nicht besiedelt. Wer dort hin gelangen möchte muss einen mehrtätigen Fussmarsch auf sich nehmen.

Kooperationsvereinbarung
von 45 Millionen Euro

Nur in wenigen schattigen Schluchten haben es die Menschen fertiggebracht etwas Landwirtschaft zu betreiben. Die Produkte sind vor allem Zuckerrohr, Mais, Kartoffeln und Bananen.

Der letzte Vulkan ist vor gut 200.000 Jahren ausgebrochen. Doch in letzter Zeit wird an der Nordostküste eine steigende Wassertemperatur gemessen. Geologen vermuten, dass demnächst ein erneuter Vulkanausbruch bevorstehen könnte.

Insgesamt leben auf der Insel gerade einmal knapp 15.000 Menschen, die allermeisten von ihnen direkt an der Küste. Auch auf Santo Antao ist die Haupteinnahmequelle der Tourismus.
Am Donnerstag morgen besuchte der Großherzog die Stadt Ribeira Grande, ganz im Norden von Santo Antao. Im Rathaus fand auch die Zeremonie der Unterzeichnung des vierten Programms der Zusammenarbeit zwischen Luxemburg und Kap Verde für die Jahre 2016 bis 2020 statt.

Dieses Programm hat ein Volumen von 45 Millionen Euro. Damit soll vor allem der Arbeitsmarkt gestärkt und so die Armut bekämpft werden. Ebenso soll damit die Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser verbessert und die erneuerbaren Energien gefördert werden.
Die Luxemburger Delegation besuchte ebenfalls das Projekt das der OGBL gemeinsam mit seiner kapverdischen Schwestergewerkschaft auf die Beine gestellt hat. Ebenfalls auf dem Programm stand ein Treffen mit Schülern der Escola António Silva Pinto, die durch das Luxemburger Projekt ONG Athenée unterstützt werden.

Stefan Osorio-König, z.Z. in Mindelo, Kap Verde