Die „Protection civile“ wird landesweit mit neuen Ambulanzen ausgestattet. Die neuen Fahrzeuge sind schwerer als die alten Modelle und wiegen über 3,5 Tonnen. Die Fahrer müssten also einen Führerschein der Kategorie C besitzen, um die neuen Rettungswagen zu steuern.
Aufgrund von Artikel 76 quater im «Code de la route» könnten in speziellen Fällen jedoch Ausnahmereglungen erfolgen, so Dany Frank, die Pressebeauftragte des zuständigen Ministeriums.
Diese Ausnahmeregelung tritt bei den Fahrern der neuen Krankenwagen in Kraft. Sie dürfen die neuen Fahrzeuge weiterhin mit einem Führerschein der Kategorie B steuern. Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen bei einem Fahrzeuggewicht über 3,5 Tonnen einen Lkw-Führerschein der Kategorie C vorweisen.
Fahrsicherheitstraining
«Alle Fahrer der Rettungswagen müssen ein Fahrsicherheitstraining in Colmar-Berg absolvieren. Nach diesem Training dürfen sie die Ambulanzen weiterhin mit einem B-Führerschein steuern», erklärte Guy Bley, der „Chef de division“ der «Protection civile» gegenüber dem Tageblatt.
Die alten Ambulanzen waren nur unwesentlich leichter als die maximal zugelassenen 3,5 Tonnen, die mit einem B-Führerschein gefahren werden durften. Durch die neue Ausnahmeregelung können jetzt bessere und vor allem für die Patienten komfortablere Rettungswagen angeschafft werden. Eine Besonderheit des neuen Rettungswagens ist die hintere Axe, die stabiler ist als die der Vorgängermodelle sowie die moderne Ausstattung – und beides bedingt mehr Gewicht.
Nur im Großherzogtum
Die Sondergenehmigung gilt nur auf den Straßen des Großherzogtums. «Die Krankenwagenfahrer in Deutschland haben ebenfalls eine solche Sondergenehmigung, um ihre Ambulanzen zu steuern. Mit Belgien wurde vor Kurzem eine Einigung getroffen, damit die Krankenwagen in beiden Ländern ohne Probleme mit einem B-Führerschein gesteuert werden können. Zurzeit laufen Verhandlungen, die gleichen Abkommen mit Frankreich und Deutschland abzuschließen», gab der «Chef de division» bekannt.
Die durchschnittliche Laufzeit von Ambulanzen beträgt sechs bis sieben Jahre, je nach Kilometerstand.
Zu Demaart
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