Donnerstag29. Januar 2026

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Lösungen schon im Februar im Umlauf?

Lösungen schon im Februar im Umlauf?
(dpa-Archiv/Patrick Pleul)

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Gab es schon im Februar geleakte Lösungen zu den Examensfragen? Diese Frage wirft die Wochenzeitung Lëtzebuerger Land am Freitag auf. Das Schulministerium dementiert.

Machte ein Patzer im Unterrichtsministerium die Lycée-Antworten bereits Ende Februar öffentlich? Und warum reagierte die Behörde nicht schon vorher? Diese Fragen wirf das Wochenblatt «Lëtzebuerger Land» am Freitag auf. Nicht nur die Fragen, sondern auch die Antworten der Leistungsbewertungstests für den Übergang von der Grundschule ins Lyzeum seien im Voraus bekannt gewesen.

Tatsache sei, dass die Testfragen am 16. März einem breiteren Kreis von Personen bekanntgemacht wurden, heißt es am Freitag aus dem Unterrichtsministerium. Zu diesem Zeitpunkt jedoch seien bereits 80 Prozent der Tests gemacht worden. Die meisten Prüfungen hätten zwischen dem 9. und 14. März stattgefunden. Am 17. März sei noch ein mündlicher Test und am 26. und 27. März jeweils ein Aufsatz geplant gewesen.

Tatsache sei auch, dass im Monat Februar während zwei Tagen einzelne Personen Zugang zu einer Webseite mit den Lösungen gehabt hätten. Da die Fragen jedoch nicht einsehbar waren, hätte dies wenig genutzt. Mehr nicht, heißt es aus dem Schulministerium.

Am 18. März hatte Tageblatt.lu , dass im Land Schulleistungstests des 4. Lernzyklus der Grundschule bereits vor der Prüfung zirkulieren. Am Freitag schreibt das «Lëtzebuerger Land», dass der «Leck» bereits Ende Februar wegen eines Faupax im Unterrichtsministerium begonnen hat. Damals kamen die Lösungen der Fragen auf einem internen Internetportal für Lehrer.

Ministerium wusste bescheid

Ein Lehrer habe die Panne im Februar bemerkt und den zuständigen Inspektor informiert. Dieser gab die Interna an den betroffenen Dienst im Ministerium weiter.

Am 24. März reagierte Schulminister Claude Meisch. Er reichte Klage gegen Unbekannt ein. Interne Ermittlungen gegen zwei Lehrer laufen derzeit. Sie sollen die Fragen samt Lösungen an Eltern weitergegeben haben. Laut Meisch handelt es sich dabei um Einzelfällen.

(Der vorliegende Text wurde um 10:55 Uhr überarbeitet und abgeändert.)

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