Donnerstag19. Februar 2026

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Boot mit 300 Menschen in Seenot

Boot mit 300 Menschen in Seenot
(dpa)

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Im Mittelmeer ist erneut ein Flüchtlingsschiff in Seenot geraten. An Bord sind laut einem Hilferuf mehr als 300 Menschen.

Im Mittelmeer ist am Montag offenbar schon wieder ein Flüchtlingsschiff mit hunderten Menschen in Seenot geraten und sinkt ohne Aussicht auf rechtzeitige Rettung. Ein Passagier rief von Bord aus die Internationale Organisation für Migration (IOM) an. «Der Anrufer sagte, dass mehr als 300 Menschen auf seinem Boot sind und dieses sinkt und schon mindestens 20 Menschen tot sind», erklärte die IOM. Der Hilferuf ging im IOM-Büro in Rom ein.

Den Angaben des Anrufers zufolge sind drei Schiffe dicht beieinander vor der libyschen Küste unterwegs, er sitze in einem von ihnen. Die genaue Position konnte jedoch zunächst nicht bestimmt werden. Die IOM alarmierte die Küstenwache.

Nicht genügend Mittel

Doch wegen der Tragödie vom Sonntag mit je nach Angaben rund 700 oder 900 Toten fehlten der Küstenwache derzeit die Mittel, nach dem anderen Schiff zu suchen, teilte die IOM weiter mit. «Die Küstenwache wird vermutlich Handelsschiffe zu dem kenternden Boot schicken», hieß es bei der IOM. Allerdings weigerten sich einige kommerzielle Schiffe, bei der Rettung zu helfen.

Erst am Sonntag waren nach einem Schiffsunglück im Mittelmeer vermutlich etwa 900 aus Afrika kommende Flüchtlinge ertrunken. Es war die bisher vermutlich schlimmste Katastrophe im Mittelmeer. In Luxemburg kamen am Montagvormittag die EU-Außenminister zusammen (Artikel), am Nachmittag soll ein gemeinsames Krisentreffen mit den Innenministern folgen.

Lesen Sie mehr zum jüngsten Flüchtlingsunglück vor Libyens Küste hier:

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