Die Nordstraße soll am 23. September feierlich eröffnet werden. Damit geht eine Odyssee von 18 Jahren zu Ende. Am 27. Juli 1997, wurde das Projekt im Parlament verabschiedet. Der DP-Abgeordenete André Bauler wollte in diesem Zusammenhang von Infrastrukturminister François Bausch wissen, wann die Nordstraße endgültig fertiggestellt ist. Er wollte zudem Details und Zahlen über das Projekt erhalten und unter anderem erfahren wie viel sie gekostet hat.
In seiner Antwort bestätigt Bausch, dass die Nordstraße am 23. September offiziell eröffnet wird. Für das 32 Kilometer lange Teilstück wurden insgesamt 600,2 Millionen Euro ausgegeben. Die Haushaltsmittel für die Nordstraße wurden im Laufe der Jahre mehrmals erhöht.
Wie auf der Saarautobahn
Ist die Autobahn rentabel? Ja, sagt der Minister. Zwischen den Autobahnkreuzen Lorentzweiler und Waldhaff sollen durchschnittlich 30.000 Fahrzeuge pro Tag verkehren. Mit einem ähnlichen Verkehrsaufkommen wird auf der Saarautobahn (A13), zwischen Frisingen und Hellingen gerechnet, so Bausch.
Auf der Autobahn passierten schon mehrere schwere Unfälle. Wie sieht es mit der Installierung von automatischen Radaren aus? Laut Bausch sind keine fixen Radaranlagen auf der Nordstraße vorgesehen. Es würden aber mobile Kontrollen durchgeführt, kündigt der Minister an.
Von 1999 bis 2015
Die Bauarbeiten an der Nordstraße fingen 1999 an. Bis 2008 wurde das Teilstück Mersch – Lorentzweiler (5.211 Meter) fertiggestellt. Danach wurde von 1998 bis 2002 zwischen dem Waldhaff und dem Kirchberg, auf einer Länge von 1.372 Metern, ein Autobahnkreuz geschaffen. Die Arbeiten zwischen Lorentzweiler und dem Waldhaff (8.317 Meter) dauerten zehn Jahre, von 2005 bis 2015.
André Bauler wollte dann auch noch wissen, was mit einem Teil der Straße CR119, zwischen dem Stafelter und der Echternacher Straße (N11) nach der Fertigstellung der Nordstraße, passiert. Über die 1,75 Kilometer wurde der Verkehr während den Arbeiten teilweise umgeleitet. Ungefähr 9.000 Fahrzeuge und 100 Busse benutzen jeden Tag die kurze Strecke. Nach der Eröffnung der A7 wird dieses Teilstück der CR119 für ein Jahr gesperrt, so der Infrastrukturminister. Während dieser Zeit werde das Verkehrsaufkommen auf der Straße CR123 und der N11 analysiert. Dann wird eine Entscheidung über eine etwaige definitive Schließung dieser Straße gefällt.
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