Die Schweiz muss nach dem «Frankenschock» einen deutlichen Rückgang von Touristen verkraften. In der Schweizer Hotellerie sank die Zahl der Übernachtungen im März um 7,4 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) am Donnerstag mitteilte.
Besonders die Besucher aus Europa machten einen Bogen um die Schweiz. Ihre Übernachtungen brachen um 14,5 Prozent ein. Noch deutlicher ging die Zahl der Touristen aus Luxemburg zurück (minus 19,9 Prozent). Auch Belgier (minus 38,1 Prozent), Franzosen (minus 15,3 Prozent), Deutsche (minus 15,9) und Russen (35,9) checkten deutlich weniger ein.
Weniger Übernachtungen
Im März 2014 verzeichneten Schweizer Hotels und Kurbetriebe noch 8505 Übernachtungen aus Luxemburg. Ein Jahr später waren es nur noch 6813. Auch die Zahl der Ankünfte ging zurück. Im März 2014 waren es 3133 Luxemburger, ein Jahr später nur noch 2802. Ein Rückgang von 10,2 Prozent. Gespart wird demnach bei den Übernachtungen, mehr als bei den absoluten Besucherzahlen. Im Durchschnitt übernachteten Gäste aus Luxemburg 2,4 Nächte (März 2015) in der Schweiz.
Andere Länder gehen gegen den Trend und steigern die Zahl der Übernachtungen. Großbritannien verzeichnete ein Plus von 890 Einheiten (+0,6 Prozent). Bei den Gästen aus Asien resultierte ein Zuwachs um 36.000 Nächte (+16,6 Prozent). China (ohne Hongkong) legte um 14.000 Logiernächte (+25,3 Prozent) zu und wies damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Es folgen Thailand mit einem Plus von 92,1 Prozent, die Republik Korea (+29,1 Prozent) sowie Indien (+19,3 Prozent).
Mitte Januar hatte die Schweiz den garantierten Mindestwechselkurses von 1,20 Franken pro Euro aufgehoben. Das hatte das Reisen für viele Ausländer in der Schweiz schlagartig um rund 20 Prozent verteuert.
Zu Demaart
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