Die Lehrergewerkschaften Féduse, Apess und SEW haben einem mit dem Minister ausgehandelten Abkommen nachträglich ihre Zustimmung verweigert und die Basis dazu aufgerufen, gegen das Verhandlungsergebnis zu stimmen.
Am 4. Mai hatten sich Schulminister und die Gewerkschaften nach schwierigen Verhandlungen beim vierten Schlichtungsgespräch geeinigt. Wenig später kündigten die Gewerkschaften jedoch eine Abstimmung bei den Sekundarschullehrern an. Diese Urabstimmung läuft noch bis kommenden Dienstag.
Auf Anfrage von Schulminister Meisch erklärte Schlichterin Marianne Harles am Dienstag überraschend die Schlichtungsverhandlungen für gescheitert.
Ein Scheitern der Schlichtung bedeutet, dass die Gewerkschaften zu gewerkschaftlichen Aktionen wie etwa einem Streik greifen können. Er gehe davon aus, dass die Gewerkschaften den Streik wollen, sagte ein enttäuschter Meisch am Mittwoch. Das Abkommen sei klar gewesen und sei von den Gewerkschaften mitgetragen worden. „So kann Sozialdialog nicht gehen“, meinte Meisch. Er kritisierte die Rolle der Schulkomitees. Es wäre besser gewesen, wenn die Gewerkschaften lediglich ihre Basis um Rat gefragt hätten.
Er stehe nach wie vor zum Abkommen, betonte Meisch. Wenn die Gewerkschaften es wünschten, könnten sie das Abkommen erneut annehmen.
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