„Ukraine heute: Verteidigung gegen die Aggression, Kampf für Frieden und Demokratie“, so nennt sich eine aktuelle Fotoausstellung auf dem Knuedler. Organisiert wurde sie von der ukrainischen Botschaft, der ukrainischen Nato-Vertretung mit Unterstützung des ukrainischen Honarkonsuls in Luxemburg und der Gemeinde Luxemburg.
Nicht nur, dass sich der Schöffenrat mit der Genehmigung von derlei Ausstellung offen auf die Seite eine der Konfliktparteien in der Ostukraine stellt, stört vor allem das Bild eines Milizionärs des rechtextremen Asow-Bataillons. Was den hauptstädtischen Gemeinderat Guy Foetz zu einer Dringlichkeitsanfrage an den Schöffenrat bewog.
Tatsächlich trägt die Uniform der Angehörigen des Asow-Bataillon Nazi-Symbole wie die „Schwarze Sonne“, Symbol, das vor allem SS-Reichsführer Himmler mochte, und die „Wolfsangel“ , NSDAP-Zeichen, das der Zweiten SS-Division entliehen wurde. In Deutschland sind diese Nazi-Symbole von Gesetzes wegen verboten.
Der hauptstädtische Schöffenrat sieht keine Möglichkeit, das umstrittene Foto zu entfernen. Die Verantwortung liege bei der ukrainischen Botschaft, die die Ausstellung organisiert habe, hieß es am Freitagmorgen anlässlich einer Gemeinderatssitzung. Man könne lediglich die Botschaft darauf hinweisen, dass da fragliche Symbole zu sehen seien. Die ukranische Seite müsse das Foto dann selbst entfernen lassen.
Das Asow-Bataillon, das in der Ostukraine gegen die Separatisten kämpft, ist dem ukrainischen Innenministerium unterstellt und zählt rund 500 Mitglieder. Finanziert wird es vom ukrainischen Oligarchen Ihor Kolomoisky.
Einem rezenten Beschluss des US-Kongresses zufolge, ist es den USA verboten, Angehörige des Asow-Bataillons auszubilden.
Zu Demaart
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