Zwar ging die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im Juni in der Eurozone um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück, im Vergleich zum Juni 2014 ergibt sich aber ein Plus von 1,2 Prozent. Das geht aus den neuesten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor.
Demnach lag das Wachstum der Industrie in der EU insgesamt sogar bei 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die Leistung im Vergleich zum Mai 2015 um 0,2 Prozent leicht zurückging.
Die Industrie der größten Volkswirtschaft des Euroraums hat im Juni weiter zulegen können. So stieg die Industrieproduktion in Deutschland im Jahresvergleich um 1,2 Prozent. Auch Frankreich hat sich mit einem Plus von 0,5 Prozent weiter positiv entwickelt. Damit lag die Industrieproduktion in Frankreich im ersten Halbjahr jeden Monat im Plus.
Irland legt um 27,6 Prozent zu
Italien verzeichnete hingegen nach einem sehr guten Monat Mai, als die Industrieproduktion um 3,1 Prozent zugelegt hatte, ein leichtes Minus von 0,3 Prozent. Spanien konnte mit 4,7 Prozent besonders stark zulegen. Bereits im Mai wuchs dort die Industrieproduktion um 2,9 Prozent.
Auch Portugal scheint sich langsam aus der Krise herauszuarbeiten. Nach einem Plus von 3,6 Prozent im Mai war der Juni mit plus 2,0 Prozent der zweite Monat in Folge mit positiven Wachstumszahlen für das verarbeitende Gewerbe. Am kräftigsten zulegen in der EU konnte Irland mit 27,6 Prozent.
Für Fraitag werden die Zahlen für das zweite Quartal erwartet. Experten gehen von einem Plus von 0,4 Prozent aus. Für das dritte Quartal dieses Jahres erhoffen sich die Fachleute eine weitere Belebung der Industrieproduktion in der Eurozone. Grund dafür sind neben den guten Stimmungsindikatoren der Industrie vor allem die vollen Auftragsbücher.
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