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Polizei schießt mit Blend-Granaten auf Flüchtlinge

Polizei schießt mit Blend-Granaten auf Flüchtlinge
(Darko Vojinovic)

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Stacheldraht und Blendgranaten: Sondereinheiten haben in Mazedonien zu drastischen Massnahmen gegriffen, um 3000 Migranten zu separieren. An den Grenzen herrscht Chaos.

Aufgrund des massiven Zustroms von Flüchtlingen aus Griechenland und Serbien hat Mazedonien den Ausnahmezustand erklärt. Nun eskaliert die Situation an der Grenze. Mazedonische Polizisten haben mit Tränengas den Grenzübertritt von Tausenden Flüchtlingen gestoppt.

Damit wollten sie am Freitag rund 3000 Migranten auseinandertreiben, die in dem Niemandsland zwischen Griechenland und Mazedonien zusammengekommen waren. Dabei wurden mindestens vier Menschen verletzt. Die Polizei spannte zudem Stacheldrahtzaun über Schienen, die von den Flüchtlingen benutzt werden, um zu Fuß von Griechenland nach Mazedonien zu gelangen.

Tausende Flüchtlinge

Die Menschen, die die Nacht draußen verbrachten, hatten mehrfach versucht, die mazedonische Polizei anzugreifen, nachdem die Grenze am Tag zuvor geschlossen worden war. Mazedonien hatte seine Truppen an seiner Grenze zu Griechenland am Donnerstag aufgestockt, um Tausende Flüchtlinge an der Einreise zu hindern. Dazu wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.

Mazedonien ist für die Flüchtlinge, die von Griechenland kommen, eine wichtige Transitroute auf dem Weg in wohlhabendere EU-Staaten geworden. Fast 39.000 Flüchtlinge, die meisten Syrer, wurden im vergangenen Monat bei ihrem Weg durch den verarmten Balkanstaat registriert. Das ist das Doppelte im Vergleich zum Vormonat.

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