EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erhielt am Donnerstag den Nahost-Preis der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO). Schulz würde in der EU viel dazu beitragen, um Ausgleich und Verständigung im Nahen Osten zu fördern, hieß es in der Begründung der Jury. Eine Idee die auch vom Laudator des Preisträgers geteilt wurde, dem Luxemburger Außenminister Jean Asselborn. Schulz sei eine Art «Handlungsreisender der europäischen Versöhnungsidee», so Asselborn, in seiner Rede. Jean Asselborn bekam 2013 den Nahost-Preis.
In seiner Laudatio gab der Luxemburger zu, dass die Lage in der Krisenregion im Augenblick recht düster aussehe. Aber man dürfe nicht verzagen, so Asselborn. Es sei wichtig weiter eine Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflift zu suchen. Tue man es nicht, riskiere man einen Flächenbrand. Syrien sei ein gutes Beispiel dafür. Martin Schulz unterstrich in seiner Rede indes, dass die Probleme des Nahen Ostens zunehmend auch die Probleme Europas seien.
Martin Schulz war aber nicht der einzige Preisträger des Nahost-Preises. Der Preis für herausragende Berichte aus der Krisenregion erhielt laut «rp-online» die Journalistin Bettina Marx. Sie ist seit Anfang Oktober Chefin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. Einen Sonderpreis ging an den jüdischen Sportverein TuS Makkabi Köln. Er setzt sich seit fast 50 Jahren für die Verständigung von Sportlern verschiedener Nationen und Religionen ein.
Der DINO-Nahostpreis wurde 2013 ins Leben gerufen. Er wird alle zwei Jahre verliehen.
Lesen Sie auch:
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können