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Belgien: Es bleibt bei der höchsten Terrorwarnstufe

Belgien: Es bleibt bei der höchsten Terrorwarnstufe
(Virginia Mayo)

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Für den Großraum Brüssel gilt weiterhin die höchste Terrorwarnstufe. Das hat Belgiens Premierminister Charles Michel am Abend gesagt. Mehr in unserem LIVE TICKER.

In Brüssel herrscht erhöhte Terrorwarnung, das öffentliche Leben steht still. Nach zahlreichen Razzien im Nachbarland wurden 21 Verdächtige festgenommen. Der flüchtige Salah Abdeslam war nicht dabei. Die Fahnder weiten ihre Suche nach den Paris-Hintermänner immer weiter aus. Polizei und Armee verstärken ihre Präsenz in der Öffentlichkeit. Und das im ganzen Land. Das hat Premierminister Charles Michel am Montagabend betont.

22:29 Uhr Die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in Belgien wirken sich unmittelbar auch auf die Bahnreisenden aus. An den Bahnhöfen in Brüssel und Antwerpen werde verschärft kontrolliert, so die SNCB am Montag. Vor allem Fahrgäste, die Schnellzüge wie Thalys, TGV oder ICE benutzen, müssen wegen Pass- und Gepäckkontrollen mit längeren Wartezeiten rechnen.

22:25 Uhr Dreiviertel der Geschäfte in Paris klagen über Umsatzeinbußen nach den Terroranschlägen vor zehn Tagen. Das ergab eine Erhebung der örtlichen Handels- und Industriekammer.

20:42 Uhr Die Anschläge in Paris und die Terrorbedrohung in Belgien werden nach Einschätzung von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem nicht den Wirtschaftsaufschwung beeinträchtigen. «Die Wirtschaft ist zur Zeit sehr stark in der Eurozone. Ich nehme daher an, dass die gegenwärtigen Ereignisse keinen Einfluss darauf haben werden», sagte Dijsselbloem nach dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Brüssel. Die für die Haushaltskontrolle verantwortliche EU-Kommission werde bei der Beurteilung der Budgets von Mitgliedstaaten zusätzliche Sicherheitskosten im Einzelfall prüfen.

20:16 Uhr In einem Vorort von Paris ist ein Gegenstand entdeckt worden, der einem Sprengstoffgürtel ähnelt. Wie ein Sprecher der Polizei am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, lag das verdächtige Fundstück in einem Mülleimer in der bislang nicht im Mittelpunkt der Terrorermittlungen stehenden Gemeinde Montrouge. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. «Die Ermittlungen sind im Gange», sagte der Sprecher.

19:20 Uhr Die belgische Regierung hat die höchste Terrorwarnstufe für den Großraum bis auf Weiteres verlängert. Weiterhin geschlossen bleiben Schulen und Metro.

19.12 Uhr
In Belgien hat die Polizei einen vierten Terrorverdächtigen gefasst, der bei den Anschlägen von Paris eine Rolle gespielt haben soll. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen. Ihm wird vorgeworfen, einer Terrorgruppe anzugehören und an einem terroristischen Akt beteiligt gewesen zu sein, teilte die Staatsanwaltschaft am Montagabend in Brüssel mit.
Der Mann war am Sonntagabend bei dem Großeinsatz in der Brüsseler Innenstadt gefasst worden. 15 weitere ebenfalls Festgenommene kamen wieder auf freien Fuß.

18.38 Uhr
Luxemburger Studenten fühlen sich nicht sicher in Brüssel. Nach den Attentaten in Frankreich ist die Angst vor Terror auch in der Hauptstadt Belgiens deutlich zu spüren. Eine der traditionellen Veranstaltungen des akademischen Jahres, die „St.V.“, wurde abgesagt, aus Angst vor eventuellen Vorfällen. Vergangene Woche beschloss das Bildungsministerium beschlossen sämtliche Schulen, Hochschulen und Universitäten zu schließen.
Wir sprachen mit zwei Studentinnen, die in Brüssel studieren.
Kunstgeschichtestudentin Gabriele(26): „Ich bin jetzt in Luxemburg, es wird mir zu bunt in Brüssel“. „Sie haben gestern, die ULB geschlossen, man fühlt sich nicht mehr sicher.

Kommunikationsstudentin Milena (24), sagte: „Ich habe nicht direkt Angst, die Situation ist doch sehr verunsichernd. Am Sonntag bin ich spazieren gegangen und habe Militäreinsatzkräfte begegnet, was untypisch für mein Wohnviertel ist“ (Stadtviertel Saint-Boniface)

18:07 Uhr
Rückzieher bei den kommunalen Kindergärten-Betreiber. Es sei noch keine Entscheidung über die Öffnung der Kindertagesstätten gefallen, so Le Soir am frühen Abend.

17:45 Uhr
Die von der Stadt Brüssel betreuten Kindergärten werden am Dienstag wieder geöffnet, hat die Stadtverwaltung am Montag mitgeteilt. Sie sollen jedoch nach einem anderen Zeitplan öffnen.

17:01 Uhr
Am vergangenen Mittwoch tötete die französische Polizei bei einem Anti-Terror-Einsatz den Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud. In der Wohnung in Saint-Denis ist auch Abaaouds Cousine durch eine Detonation ums Leben gekommen. Bilder des britischen Senders ITV zeigen nun die Wohnung – oder das, was noch davon übrig ist.

15:47 Uhr
Beim Einsatz der französischen Sondereinheit Raid in Saint-Denis kam die Polizeihündin «Diesel» ums Leben. Weltweit war die Anteilnahme groß. Jetzt hat Diesels Besitzer gegenüber der britischen «DailyMail» Details vom Einsatz preisgegeben. Bei der Razzia schickte die Polizei die Hündin «Diesel» zuerst in das Gebäude, in dem sie den Drahtzieher der Anschläge von Paris vermutete.

Sobald die Schüsse und Explosionen aufhörten ging es los: «Diesels Aufgabe war es, den Weg für uns freizumachen», sagte der Hundeführer. Der Hund sollte überprüfen, ob und wo sich jemand in der verdächtigen Wohnung versteckt. «Diesel durchsuchte den ersten Raum, ging dann in den zweiten und schoss auf etwas zu. Dann fingen die Schüsse wieder an, so der Polizist.

14:20 Uhr
Infolge des Terroralarms in Brüssel hat die Nato in ihrer Zentrale im Nordosten der belgischen Hauptstadt Arbeitsabläufe geändert. Einige Mitarbeiter seien aufgefordert worden, von zu Hause aus zu arbeiten, hieß es aus Nato-Kreisen. Für den Montag vorgesehene Besuche von außerhalb seien gestrichen worden. Den Nato-Mitarbeitern sei empfohlen worden, sich von öffentlichen Verkehrsmitteln und Versammlungen fernzuhalten.

Die Nato habe auch ihre eigene interne Warnstufe erhöht, allerdings arbeite die Nato-Zentrale, hieß es. «Wir bleiben wachsam und ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit unseres Personals und unserer Räumlichkeiten zu sichern.»

13:52 Uhr
Die belgischen Sicherheitsbehörden haben zurückgewiesen, dass ein am Sonntagabend bei Lüttich kontrollierter und angeblich nach Deutschland entkommener BMW im Zusammenhang mit dem laufenden Antiterror-Einsatz nach den Anschlägen von Paris steht.

Zwar habe ein solches Auto bei einer Polizeikontrolle die Flucht ergriffen, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Montag mit. Nachfolgende Untersuchungen hätten aber ergeben, «dass es keinerlei Verbindung mit dem laufenden Einsatz gab». Die Zeitung «La Libre Belgique» hatte berichtet, ein Verdächtiger, bei dem es sich um den seit den Pariser Anschlägen gesuchten Franzosen Salah Abdeslam handeln könne, sei am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr von Fahndern in der Nähe von Lüttich gesichtet worden. Er habe aber in einem BMW Richtung Deutschland entkommen können.

13:29 Uhr
Bei der Fahndung nach mutmaßlichen Terroristen hat die belgische Polizei fünf weitere Verdächtige gefasst. Sie würden nun ebenso wie die 16 am Sonntagabend bei einem Großeinsatz Festgenommenen von der Polizei verhört, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel am Montag mit.

Zudem seien am Morgen fünf zusätzliche Hausdurchsuchungen im Raum Brüssel und im Bereich der ostbelgischen Stadt Lüttich durchgeführt worden, hieß es. Bei einer Durchsuchung am Sonntagabend seien 26 000 Euro sichergestellt worden.

12:49 Uhr
Großbritannien will die US-geführte Koalition bei ihren Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien künftig unterstützen. Premierminister David Cameron sagte am Montag nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris, er wolle die Zustimmung dazu noch in dieser Woche vom Parlament einholen. Er bot zudem an, dass der britische Luftwaffenstützpunkt auf Zypern für Aktionen gegen den IS in Syrien genutzt werden könne.

Cameron sagte, Großbritannien und Frankreich wollten als Konsequenz aus der Terrorserie in Paris die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung verstärken.

12:30 Uhr
Nach den Anschlagsserie in Paris haben Frankreichs Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron am Montag gemeinsam die Konzerthalle Bataclan besucht. Im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichte Cameron ein Foto, das ihn «Schulter an Schulter» mit dem französischen Staatschef vor dem Veranstaltungsort zeigt, in dem am 13. November 89 Menschen getötet worden waren. Beide Politiker legten jeweils eine Rose zum Gedenken an die Opfer ab.

11:15 Uhr
Belgischen Medien zufolge ist der Terrorverdächtige Salah Abdeslam möglicherweise in Richtung Deutschland geflüchtet. Die Zeitungen «Le Soir» und «La Libre Belgique» berichten, Sicherheitskräfte hätten in der Region um Lüttich einen Verdächtigen gesichtet, bei dem es sich um Abdeslam gehandelt haben könnte. Der Mann soll am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr mit einem BMW 3 oder 5 nach Deutschland unterwegs gewesen sein.

10:47 Uhr
Der Bruder des flüchtigen Terrorverdächtigen Salah Abdeslam hat im belgischen Fernsehen RTBF gesprochen. «Wir wollen, dass Salah sich stellt», sagt Mohamed Abdeslam. «Wir ziehen es vor, Salah im Gefängnis zu sehen als im Grab.» Salah soll jene Antworten geben, «auf die wir warten».

Salah Abdeslam wird verdächtigt an den Anschlägen in Paris beteiligt gewesen zu sein. Seither ist er jedoch auf der Flucht.

10:30 Uhr
Die belgische Polizei hat bei Razzien am Sonntagabend 16 Verdächtige festgenommen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am frühen Montagmorgen mit. Der wegen der Terrorwelle in Paris gesuchte Verdächtige Salah Abdeslam sei aber nicht unter den Festgenommenen. Zur Identität der Verdächtigen könne man noch nichts sagen, hiess es weiter.

Vor allem in der Brüsseler Innenstadt hatten die Razzien am Abend Aufregung ausgelöst. Im bei Touristen beliebten Viertel um den Grand Place war ein grosses Polizeiaufgebot zu sehen gewesen. Die Sicherheitskräfte sperrten Strassen und forderten Passanten lautstark auf, sich zu entfernen.

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