Im Cercle Cité in Luxemburg-Stadt hatten sich zahlreiche Besucher zum Neujahrsempfang der CSL (Chambre des salariés Luxemburg) eingefunden. Unter den geladenen Gästen waren auch der Premierminister Xavier Bettel und der Präsident der Abgeordnetenkammer Mars Di Bartolomeo.
Reding legte in seiner Ansprache den Fokus vor allem auf die wachsende Ungleichheit in Luxemburg. „Diese steigt mehr als in anderen Ländern Europas, so dass wir im europäischen Durchschnitt gelandet sind und nicht mehr die besten auf sozialem Plan sind“, so Reding. Gleichzeitig steige das Armutsrisiko im Land, erklärte er weiter.
Meist Betroffene
Vor allem betroffen seien Familien mit Kindern, Alleinerziehende, Arbeitslose aber auch Arbeitnehmer seien betroffen. Dies sei auf den, im internationalen Vergleich, niedrigen Mindestlohn zurückzuführen. Auch die steigende Arbeitslosigkeit, vor allem bei den jungen Mitbürgern müsste effizienter bekämpft werden, die Lohnentwicklung in Luxemburg für die kleinen und mittleren Gehälter müsse schneller voranschreiten und die steigende Steuerbelastungen durch eine gelungene Reform verhindert werden.
Effizientere Sozialpolitik
Aus den vorangegangenen Gründen müsse, Reding zufolge, eine effizientere Sozialpolitik und eine andere Wirtschaftspolitik nicht nur in Europa sondern auch in Luxemburg vorangetrieben und gefördert werden.
Zu dem steigenden Armutsrisiko erklärte der Präsident der Abgeordnetenkammer Mars Di Bartolomeo, dass die Politik nun versuche, dem mit einer verbesserten Wohungsbau-, Sozial- und Familienpolitik entgegenzuwirken.
Die Regierung habe, Bettel zufolge, in den nächsten Monaten zahlreiche Projekte, bei denen die Solidarität großgeschrieben werde, so beispielsweise bei der anstehenden Steuerreform. Die anstehenden Entscheidungen würden natürlich unter Einhaltung des Prinzips des Sozialdialogs entschieden werden.
Weitere Information finden sie morgen in unserer Print-Ausgabe.
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