«Bisher ist alles so abgelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Doch seit kurzem liegt das Gutachten der Chambre des fonctionnaires et des employés publics (CHFEP) vor. Hier steht, dass vor allem die freiwilligen Feuerwehren nicht mehr in alle Entscheidungen mit eingebunden werden sollen. Dies können wir nicht hinnehmen,» erklärt Marc Mamer, der Präsident der FNSP.
Laut der Föderation bleibt noch das wichtigste Gutachten, jenes des Staatsrates, aus. Die Verantwortlichen der FNSP fürchten, dass dieses ebenfalls der Ansicht der CHFEP nachkommen werde.
«Negativ eingestellt»
Deswegen hat man nun entschlossen, sich an die Presse zu wenden, um sich so eventuell auf politischer Ebene einigen zu können. «Die freiwilligen Wehren sind mit die wichtigsten Hilfskräfte bei den Einsätzen. Auch wenn die CHFEP sich zu der Reform äußern muss, kann es nicht sein, dass ihre Meinung negativ zu den Freiwilligen eingestellt ist», so Mamer weiter.
Zur Zeit werden rund 700 hauptberufliche Rettungskräfte gezählt. Die Zahl der Freiwilligen liegt laut den Verantwortlichen der FNSP zwischen 8.000 und 9.000. Deswegen könne es nicht sein, dass diese in Zukunft kein Mitspracherecht mehr haben.
Arbeit würdigen
«Unserer Meinung nach hat die CHFEP Angst, dass wir zu einer Gewerkschaft mutieren. Doch dies wird sicherlich nicht der Fall sein. Seit mehr als 130 jahren haben wir uns hauptsächlich für unseren Beruf und für die Rettungseinsätze eingesetzt. Dies sowohl bei den freiwilligen als auch bei hautberuflichen Kräften,» betont Mamer weiter.
Vor allem geht es der FNSP darum, dass die Arbeit in den vergangenen Jahren gewürdigt wurde. Doch laut dem «avis» der CHFEP wird man in Zukunft zu einem Akteur der dritten Klasse. «Mit den politischen Verantwortlichen als auch mit dem Gemeindesyndikat Syvicol konnten wir sehr gut zusammenarbeiten, was die Reform des Rettungswesens anbelangt. Wir wollen nicht, dass die Reform nun in Übereile in Kraft tritt. Sie ist dringend notwendig,» sagt Mamer.
Nun will man auf die Antwort des Staatsrates warten und sich anschließend mit den politisch Verantwortlichen treffen, um so sicher zu gehen, dass die Reform ganz im Sinne der Rettungsdienste umgesetzt wird. Sowohl für die Freiwilligen als auch für die Hauptberuflichen.
Zu Demaart
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