Montag9. Februar 2026

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Nato bleibt mit 12.000 Soldaten in Afghanistan

Nato bleibt mit 12.000 Soldaten in Afghanistan

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Die Nato unterstützt Afghanistan auch im kommenden Jahr und bis 2017 mit massiver Truppenpräsenz.

Die Staats- und Regierungschefs beschlossen am Samstag bei ihrem Gipfel in Warschau die Fortsetzung der Ausbildungs- und Unterstützungsmission «Resolute Support» im Jahr 2017, wie Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte.

Die Zahl der eingesetzten Truppen werde auf dem derzeitigen Niveau bleiben und damit bei rund 12.000 Soldaten liegen. Zusammen mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft werde die Nato dafür sorgen, dass Afghanistan «niemals wieder ein Zufluchtsort für Terroristen wird, die unsere Sicherheit bedrohen können», heißt es in der Gipfel-Erklärung zu Afghanistan.

Dazu wollen die Nato-Partner bis Ende 2020 auch weiter die Finanzierung der afghanischen Sicherheitskräfte maßgeblich übernehmen, für die pro Jahr fünf Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) benötigt werden. Rund 3,5 Milliarden Dollar kommen von den USA, die übrigen Alliierten sagten nun zu, rund eine Milliarde Dollar beizusteuern. Den Rest übernimmt die afghanische Regierung selbst. «Die Botschaft ist klar: Afghanistan steht nicht alleine, und wir sind langfristig engagiert», sagte Stoltenberg.

Ein Enddatum für den Militäreinsatz nannte er nicht. Die Nato werde die Lage im kommenden Jahr erneut bewerten und dann entscheiden.

Gipfel in Brüssel

Der nächste Nato-Gipfel könnte im kommenden Jahr in Brüssel ausgerichtet werden. Die belgische Regierung erklärte am Samstag, als Gastgeber für ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der Bündnisstaaten bereit zu stehen. Anlass für den Gipfel könnte demnach die Eröffnung des neuen Nato-Hauptquartiers in Brüssel sein. Es wird seit 2010 in unmittelbarer Nähe der derzeitigen Zentrale gebaut.

Zu dem Nato-Gipfel an diesem Freitag und Samstag hatte Polen nach Warschau eingeladen. Zuletzt waren die Spitzentreffen nur noch alle zwei Jahre organisiert worden. Als Gastgeber des nächsten großen Gipfels, der im Jahr 2018 stattfinden könnte, ist die Türkei im Gespräch.