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Heftige Kämpfe im Südsudan

Heftige Kämpfe im Südsudan

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In Südsudans Hauptstadt Juba sind offenbar erneut zahlreiche Menschen getötet worden.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP berichtete, im Viertel Jebel Kujur sei Gewehrfeuer zu hören gewesen. In der Nähe befinde sich der Militärstützpunkt, in dem der frühere Rebellenführer und jetzige Vizepräsident Riek Machar wohne. die Kämpfe erfassten auch ein UN-Lager für Vertriebene.

Der Sprecher der Rebellenkräfte, William Gatjiath Deng, sagte, die Regierung habe die Gegend um Jebel angegriffen. Drei Kampfhubschrauber hätten Bomben geworfen. Ein Regierungssprecher war zunächst nicht zu erreichen.
Es gebe viele Opfer, die aus anderen Teilen der Stadt hergebracht würden, sagte ein Beamter in dem Flüchtlingslager. «Ich denke, um die 50 bis 60.»

Mehrere Raketengeschosse seien auch im Lager selbst eingeschlagen und hätten mindestens eine Person getötet. Wie viele Tote es außerhalb genau gegeben habe, könne er nicht sagen. Dort seien die Kämpfe sehr heftig.

Machar und Präsident Slava Kiir hatten am Freitag gemeinsam zur Ruhe aufgerufen. Sie gehören unterschiedlichen Volksgruppen an und haben sich auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt.

Dennoch droht der Südsudan fünf Jahre nach seiner Unabhängigkeit erneut im Bürgerkrieg zu versinken. Am Donnerstag kam es zu Schusswechseln zwischen rivalisierenden Armee-Einheiten. Am Freitag wurde auch rund um den Präsidentenpalast geschossen. Später sagte ein Mediziner, etwa 110 Tote seien in die Leichenhalle eines Krankenhauses gebracht worden.