Vor einigen Monaten sah man im ganzen Land blaue Sticker mit der Schrift „Schengen is alive“. Sie sind Bestandteil einer Aktion, die unter Beweis stellen soll, dass das Abkommen von Schengen noch immer besteht, trotz der vielen Schwierigkeiten seit der massiven Ankunft von Flüchtlingen in Europa. Im März wurde die Aktion „Schengen is alive“ von Martina Kneip gestartet. Sie hat gemeinsam mit der Gemeinde Schengen Postkarten und Broschüren an Minister und Abgeordnete geschickt, mit Erklärungen über das Projekt. Die Karten wurden jedoch nicht nur an Luxemburger Minister gesendet, sondern ebenfalls an Außenminister, Justizminister und Staatspräsidenten aus ganz Europa sowie an die Europäische Kommission.
„Sie haben Post“
Anschließend konnten die Empfänger der Post, als Zeichen ihrer Unterstützung, die Karten zurückschicken. Und das haben auch viele getan. Kneip wollte die Idee von den offenen Grenzen in Europa am Leben erhalten. Mit diesem Projekt gab sie den Ministern die Möglichkeit, ihre Sympathie für die Idee der Freizügigkeit und den Geist von Schengen auszudrücken. Sie bekräftigen somit auch die Aktion und helfen, die offenen Grenzen zu erhalten.
Martina Kneip sagte dem Tageblatt, dass es in Europa nicht mehr so sei wie früher. Seit der Flüchtlingskrise wurde negativ über das Schengener Abkommen gesprochen. Man las in den Zeitungen immer mehr Schlagzeilen wie „Schengen est mort“.
Es wurde spekuliert, dass Europa seine Grenzen nicht mehr unter Kontrolle hätte.
Die Aktion ist also ein Kontrapunkt zu diesen Behauptungen. Der freie Personenverkehr innerhalb Europas sei sehr wichtig, so Martine Kneip. So wurden ebenfalls Sticker mit dem Spruch „Schengen is alive“ verteilt, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass immerhin 26 Länder den Vertrag von Schengen unterschrieben haben und dass dieser auch so bestehen bleiben sollte. Man wolle zeigen, dass Schengen immer noch existiert und lebt. Die Aktion war ein Erfolg: Nicht nur Minister und Abgeordnete, sondern auch viele Bürger zeigten sich verbunden. Die Aktion sei ein Symbol für das Bestehen der Mobilitätsfreiheit in ganz Europa, freute sich die Initiatorin der Kampagne.
Zu Demaart
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