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Lohnunterschied andersrum

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Junge Frauen weisen im Durchschnitt eine höhere Schulausbildung auf und verdienen mehr als ihre männlichen Altersgenossen. Das geht aus einer rezenten Untersuchung des Statec hervor.

34 Prozent der Gehaltsempfänger in Luxemburg haben einen Hochschulabschluss. Mit 38 Prozent liegen die Frauen deutlich vor den Männern (31 Prozent). Noch ausgeprägter ist dieser Unterschied in der Altergruppe der 25- bis 34-Jährigen. Hier verfügen 51 Prozent der Frauen über eine Hochschulbildung gegen 37 Prozent bei den Männern. Das geht aus einer Studie von Statec hervor. Grundlage ist eine Erhebung bei 23.000 Beschäftigten aus 2.400 Luxemburger Unternehmen im Jahr 2014.

Das höhere Bildungsniveau bei den weiblichen Beschäftigten erklärt auch die höheren Gehälter gegenüber den männlichen Berufstätigen derselben Altersklasse. Nach wie vor besteht jedoch ein Lohngefälle zwischen den Geschlechtern. Es ist jedoch mit sechs Prozent das kleinste in der EU, so Statec.

Mit 59.700 Euro ist der durchschnittliche Jahreslohn (brutto) in einem Vollzeitjob der höchste in der EU, doch schwankt er erheblich je nach Wirtschaftszweig. Am besten verdient man im Finanz- und Versicherungsbereich sowie im Bildungswesen. Die niedrigsten Löhne wurden im Gaststättenbereich verzeichnet.

Höhere Bildung, höheres Gehalt

Die Unterschiede führt Statec vor allem auf das recht unterschiedliche Bildungsniveau in den einzelnen Bereichen. So besitzen 77 Prozent der Beschäftigten im Bildungsbereich einen Hochschulabschluss, im Finanzsektor sind es 67 Prozent, in der Industrie 21 Prozent, im Gaststättenwesen 11 Prozent und im Bauwesen 9 Prozent. Das jährliche Bruttogehalt liegt bei Berufstätigen, die die Schule nach der ersten Sekundarstufe verlassen haben, bei 39.000 Euro. Wer Abitur hat, kommt auf durchschnittlich 52.000 Euro brutto im Jahr. Bei Absolventen eines Bachelor-Studiengangs sind es 76.000 Euro. Wer einen Masterabschluss oder ein Doktorat hat, wird durchschnittlich 97.000 Euro verdienen, so Statec.

Laut Statec stellen die Luxemburger 29 Prozent der Gehaltsempfänger, fast soviel wie die Franzosen (26 Prozent). 13 Prozent haben die portugiesische Staatsbürgerschaft. 47 Prozent der Beschäftigten sind Grenzgänger. 97 Prozent der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sind Luxemburger. Im Schulbereich stellen sie 79 Prozent und im Gesundheits- und Sozialbereich 49 Prozent der Beschäftigten. Im Privatsektor sind lediglich 23 Prozent der Beschäftigten Luxemburger.

Die Luxemburger arbeiten in der Regel in Hochlohnbereichen. Allein im öffentlichen Dienst, im Unterrichtswesen und im Gesundheits- und Sozialbereich sind 45 Prozent der Luxemburger beschäftigt. Sie verdienen 19 Prozent mehr als der Durchschnittlohn.

Anders als in vielen anderen EU-Ländern sind die meisten Beschäftigten in Luxemburg unbefristet eingestellt (91 Prozent). Der EU-Durchschnitt liegt bei 15 Prozent. Drei Prozent haben einen Interim-Vertrag, ein Prozent einen Lehrlingsvertrag. Nur fünf Prozent sind befristet eingestellt.