„Es muss sich schon um ein sehr wichtiges Gebäude handeln, wenn der Premier und der Vizepremierminister anlässlich der Straußfeier zugegen sind.“ Dieser Auszug aus Xavier Bettels Rede bringt es in der Tat auf den Punkt.
Das dritte Datenzentrum von Luxconnect in Bettemburg – das Unternehmen betreibt einen weiteren solchen „Bunker“ auf Roost – ist ein weiterer wichtiger Infrastrukturbestandteil der luxemburgischen Wirtschaftsentwicklung. Das virtuelle Logistikzentrum DC 1.3, das in einem Jahr den Betrieb aufnehmen soll, wurde laut Luxconnect-Verwaltungsratspräsident René Steichen in Rekordzeit hochgezogen, auch „weil wir das Gebäude brauchen“.
Explodierende Nachfrage
In der Tat sei angesichts der explodierenden Nachfrage schnelles Bauen gefordert, auch aus Standortgründen. „Neue Unternehmen können wir nur anziehen, wenn solche Einrichtungen bereits stehen“, bemerkte Generaldirektor Edouard Wangen. Vielleicht würde sich so mancher fragen, ob man nicht bereits zu viel Kapazität aufgebaut habe, meinte Wangen. Die Antwort darauf sei jedoch auf Jahre hinaus eindeutig: „Es gibt für diesen Markt keine Überkapazität.“
Das erst Ende 2006 gegründete Unternehmen kann nach Fertigstellung des Gebäudes zu bereits bestehenden 9.150 Quadratmetern Nutzfläche für die reine Datenspeicherung weitere 5.500 hinzurechnen. Das Gebäude an sich wird über eine Fläche von 23.500 Quadratmetern verfügen. Die Investitionssumme für die vier Datenbunker beträgt insgesamt rund 250 Millionen Euro.
Ein fünftes Zentrum sei zwar noch Zukunftsmusik, meinte Steichen, es sei aber bereits „irgendwie in Planung, weil die Nachfrage so groß ist“. Der mögliche Standort soll dann wieder auf Roost sein.
Zu Demaart
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