Dienstag27. Januar 2026

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Streiks bei Amazon vor Ostern

Streiks bei Amazon vor Ostern
(AP/Archiv)

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Wer noch Geschenke für Ostern beim größten Online-Händler kaufen will, muss mit Streiks rechnen. Diese kündigt die Gewerkschaft Verdi bereits für Freitag an.

Im Tarifkonflikt mit dem Versandhändler Amazon hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi neue Streiks noch vor Ostern angekündigt. Verdi erklärte in der Nacht zum Freitag, der Onlinehändler erwarte von seinen Beschäftigten Einsatz und Verlässlichkeit, verweigere ihnen aber den zuverlässigen Schutz durch Tarifverträge. Damit die Geschäftsführung begreife, «wie wichtig Verlässlichkeit und Sicherheit im Alltag» seien, werde es vor Ostern flexible Streiks geben. Amazon-Kunden sollten sich daher vor Ostern darauf einstellen, dass es immer wieder zu Arbeitsniederlegungen an fast allen Standorten kommen könne, auch kurzfristig, so die Gewerkschaft.

Verdi will für die Beschäftigten Verträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Der Konzern weigert sich aber bislang, einen Tarifvertrag für seine Mitarbeiter in Deutschland auszuhandeln. Seit Frühjahr 2013 wird bei Amazon immer wieder gestreikt. Verdi-Mitglied Stefan Najda sagte der Zeitung «Die Welt» vom Freitag, schon am Freitag werde es bei Amazon in Leipzig «pünktlich zu Beginn der Buchmesse eine neue Streikwelle» geben. In der kommenden Woche werde es dann Arbeitsniederlegungen an weiteren Standorten geben. Najda rief Kunden, die rechtzeitig zu Ostern ihre Ware empfangen wollten, dazu auf, frühzeitig zu bestellen oder auf Alternativen umzusteigen.

Eine Amazon-Sprecherin sagte der Zeitung zu den neuen Streikandrohungen, der Konzern sage seinen Kunden zu, «dass ihre Waren pünktlich ankommen werden». Auch während der Streiks vor Weihnachten habe es keine Beschwerden gegeben.