Die „Société nationale de crédit et d’investissement“ (SNCI) hat im vergangenen Jahr mit 42,1 Millionen Euro deutlich weniger Kredite vergeben und Investitionen getätigt als noch 2012, als das Kreditvolumen noch 145,8 Millionen Euro betragen hatte. Für den Präsidenten der SNCI, Patrick Nickels, ist das vor allem auf konjunkturelle Gründe zurückzuführen.
„Die letzten Jahre waren schwer und die Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch an Luxemburg nicht spurlos vorbeigegangen“, erklärt Patrick Nickels.
Die Firmen seien extrem zurückhaltend gewesen, was die Investitionen anbetrifft.
„Diese Zurückhaltung hat man auch bei der SNCI gespürt, wo die eingereichten Kreditanfragen deutlich zurückgegangen sind“, so Nickels. Allerdings sei im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder eine deutliche Belebung bei den Kreditanfragen zu verzeichnen.
1.311 neue Arbeitsplätze
So lag das Volumen der angefragten Kredite in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei 31 Millionen, während sie für das komplette Jahr 2013 42,1 Millionen betragen haben.
„Man kann sagen, dass die Grundstimmung in den Betrieben wieder deutlich optimistischer geworden ist“, so Nickels weiter. Allerdings genüge es bei den relativ geringen Kreditvolumina, dass eine größere Kreditanfrage einginge und das Gesamtvolumen steigt kräftig an.
Von den 42,1 Millionen Euro entfielen 27,9 Millionen auf den Erwerb von Beteiligungen, den Großteil davon auf Cargolux.
Investitionskredite an Unternehmen wurden in Höhe von 10,6 Millionen Euro.
Damit beteiligte sich die SNCI an der Finanzierung von Projekten im Wert von insgesamt rund 553 Millionen Euro. Dadurch entstanden 1.311 neue Arbeitsplätze.
Im Juni 2013 und dann noch mal im März 2014 beschloss die SNCI, die Zinsen zu senken. So belaufen sich die Kreditzinsen für eine Firmengründung gegenwärtig auf 4,5 Prozent, ein 10-Jahres-Kredit auf 3,0 Prozent.
Seit der Schaffung der SNCI 1977 wurden Kredite in Höhe von insgesamt knapp 2,5 Milliarden Euro vergeben. Für knapp 400 Millionen erwarb die SNCI Beteiligungen.
(Stefan Osorio-König/Tageblatt.lu)
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