Die US-Wirtschaft schuf im November mehr Stellen als von Ökonomen erwartet und bereitete damit den Weg für die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren.
«Die Investoren feiern, dass die Wirtschaft stark genug ist, um eine Zinserhöhung zu verkraften», sagte Chef-Investmentstratege Jack Ablin von BMO Private Bank. Mit einer Arbeitslosenquote von weiterhin fünf Prozent hat die US-Notenbank Fed zudem ihr Ziel einer Vollbeschäftigung annähernd erreicht. «Die Daten zementieren eine Zinserhöhung im Dezember», sagte Chef-Marktstratege Art Hogan von Wunderlich Securities.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um zwei Prozent auf 17.841 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,9 Prozent auf 2088 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann zwei Prozent auf 5135 Stellen.
Nicht ganz so gut lief es für die Aktien großer Ölkonzerne. Die Opec hält an ihrer Förderpolitik fest und machte damit Hoffnungen auf eine Drosselung der Ölproduktion zunichte. Der Ölpreis gab nach. Papiere von Exxon und Chevron notierten zunächst im Minus, könnten die Verluste im Handelsverlauf aber wieder wettmachen.
In Europa machten die Anleger aus Enttäuschung über die Europäische Zentralbank weiter Kasse. Der Dax verlor 0,4 Prozent auf 10.752,10 Punkte. Obwohl der Kurseinbruch beim Dax am Donnerstag mit 3,6 Prozent etwas zu heftig ausgefallen sei, wollten die Anleger noch nicht wieder einsteigen, sagte Analyst Christian Henke von IG Markets.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können