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Ein gutes Jahr für Enovos

Ein gutes Jahr für Enovos
(Isabella Finzi)

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Der Luxemburger Energiekonzern Enovos ist ganz zufrieden mit dem Ergebnis des Jahres 2015.

„Es war ein sehr interessantes Jahr“, so Jean Lucius, Geschäftsführer der Enovos Gruppe. „Wir sind dabei uns von einem reinen Energielieferant in ein Dienstleister-Betrieb zu verwandeln.“

So hat Enovos beispielsweise vor kurzem eine Plattform vorgestellt, die es ermöglicht die Heizung zu Hause von einem Smartphone aus zu steuern. Zudem unterstützt das Unternehmen Privatkunden, die eigene Solaranlagen errichten wollen und bietet Beratung beim Energiesparen an.

Geographische Diversifizierung

Des Weiteren treibt Enovos seine geographische Diversifizierung weiter voran. Letztes Jahr wurde ein Büro in Metz und eins in Brüssel eröffnet. Zudem hat die Gesellschaft eine kleine Beteiligung in Vialis (Colmar, Frankreich) und Geschäftsaktivitäten von Repower Deutschland übernommen. Diese geographische Expansion oder Diversifizierung wird auch noch weitergehen, so Lucius weiter. Beispielsweise habe man Interesse an einer Übernahme von Thyssengas.

Den Nettogewinn konnte der Konzern 2015 um 204 Prozent, auf 80,6 Millionen Euro steigern. Das dürfte die Aktionäre freuen, die insgesamt eine Dividende von 32,2 Millionen Euro erhalten werden. Der Staat dürfte sich also freuen. Seit März 2016 hält er die absolute Mehrheit am Konzern. Die beiden historischen Aktionäre E.On und RWE hatten ihre Beteiligungen verkauft. Die Zahl der Aktionäre ist von sieben auf sechs geschrumpft.

Und obwohl der Nettogewinn und das operative Ergebnis (9,5 Prozent plus) letztes Jahr deutlich zugelegt hatten, war der Umsatz um 7,5 Prozent rückläufig. Der Grund: Vor allem in Luxemburg wurde deutlich weniger Gas verkauft. Dies liege vor allem an der Twinerg in Esch.

140 Millionen ins Netz investiert

Im Jahr 2015 hat Enovos auch wieder viel investiert. „Das ist möglich wegen unserer starken Bilanz“, so Lucius. Das Unternehmen hat 520 Millionen Euro Netto-Schulden – aber 1,2 Milliarden Euro an Eigenkapital.

Investiert wurden so insgesamt 221 Millionen Euro. Dazu zählt der Ausbau des Netzes und der erneuerbaren Energien (Wind und Sonne). Der Großteil dieser Summe ist ins Netz geflossen: 162,4 Millionen. Davon wurden 140 Millionen in Luxemburg ausgegeben, etwa um den Luxring (die neue Hochspannungsleitung rund um Luxemburg-Stadt) zu finanzieren. Es gehe um die Versorgungssicherheit der Zukunft, so Enovos.

Für die Zukunft ist die Gesellschaft optimistisch. „Das erste Quartal war sehr gut“, so Lucius. Und man sei zuversichtlich, dass auch das Gesamtjahr ein gutes werde.