Freitag30. Januar 2026

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Die Gewinne der Banken legen zu

Die Gewinne der Banken legen zu
(Tageblatt-Archiv)

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In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres haben die in Luxemburg beheimateten Banken ihren Gewinn vor Provisionen um 13 Prozent steigern können.

Insgesamt beläuft sich, der Schätzung der Finanzaufsicht CSSF, der Gewinn vor Provisionen aller hiesigen Banken auf 4,27 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 3,78 Milliarden. Der Trend der Monate vorher setze sich fort, so die CSSF.

Vor allem bei den Kommissionseinkünften und bei den „anderen Einkünften“ konnten die Finanzinstitute weiteres Wachstum erwirtschaften. Diesen Zuwachs erklärt die CSSF mit dem derzeit freundlichen Umfeld an den internationalen Finanzmärkten: Einerseits verdienen Banken mehr Kommissionen, wenn mehr gehandelt wird; andererseits steigt gleichzeitig auch der Wert der Papiere, die die Banken selber halten.
Bei der Zinsmarge (der Unterschied zwischen den Zinsen, die Banken auf Krediten erhalten und den Zinsen, die sie auf Guthaben bieten) hingegen sieht die Lage weiterhin weniger rosig aus. Insgesamt verdienen die Banken hier 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Diesen Rückgang erklärt die CSSF durch die bereits geschrumpften Bilanzsummen der Banken sowie durch den sehr niedrigen Leitzins, der den Banken wenig Spielraum lässt. Dieser Trend ist jedoch nicht neu: Die mit der Zinsmarge erwirtschafteten Einkünfte sind praktisch seit 2008 rückläufig.

Personalabbau treibt Kosten nach oben

Insgesamt konnten die in Luxemburg beheimateten Banken ihre Einnahmen in den ersten neun Monaten um 7,9 Prozent steigern. Die Kosten hingegen stiegen im gleichen Zeitraum nur um 2,6 Prozent.

Dass die Kosten der Banken in den vergangenen neun Monaten überhaupt zugelegt haben, führt die CSSF „hauptsächlich“ auf die Sozialpläne, die mit dem Abbau von Personal einhergehen, zurück. Der Ausgabeposten Personal ist um 5,1 Prozent gewachsen, während die Verwaltungskosten um 0,3 Prozent rückläufig waren.