Dienstag13. Januar 2026

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Der Gewinn explodiert

Der Gewinn explodiert
(Tageblatt)

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Der Luxemburger Staat kann zufrieden sein. Die BGL BNP Paribas, an der er seit der Finanzkrise eine Beteiligung hält, hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres einen Nettogewinn von 207,6 Millionen Euro erwirtschaftet.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Luxemburger Bank nur einen Gewinn von 110,6 Millionen Euro verbucht. Das teilte die Finanzinstitution gestern in einer Pressemeldung mit.

Der Gewinnanstieg erscheint riesig, jedoch sind die Zahlen nicht vergleichbar, da die Luxemburger Niederlassung der BNP Paribas ab dem 25. Februar 2010 in die BGL integriert wurde.

Negativ zu Buche schlugen griechische Staatsanleihen. Insgesamt hat die BGL BNP Paribas Rückstellungen von 21 Prozent auf ihrem Engagements von 150 Millionen Euro vorgenommen. Das sind 31,5 Millionen Euro. Abgesehen von dieser außergewöhnlichen Aufwendung seien die Risikokosten, verglichen mit dem Vorjahr, deutlich zurückgegangen, so die Bank.

Vorherige Woche hatte bereits die Spuerkeess angekündigt, Wertberichtigungen von 21 Prozent oder 27,3 Millionen Euro auf ihrem Griechenland-Portfolio vorgenommen zu haben.

Positive Entwicklung der Geschäftsbereiche

Die Solvabilität sei dennoch weiter gestärkt worden. Die Luxemburger Finanzinstitution hat, nach eigenen Aussagen, Eigenmittel in Höhe von 4,4 Milliarden Euro. Der Solvabilitätskoeffizient liege bei 27,1 Prozent.

Insgesamt haben sich alle Geschäftsaktivitäten positiv entwickelt, so die Bank. Die Zins- und Provisionserträge verzeichnen einen vergleichbaren Zuwachs von 8,4 Prozent, was die positive Entwicklung der Geschäfte dokumentiere.
Zudem gebe es eine wirksame Kostenkontrolle, so die Bank. Die betriebliche Aufwendungen beliefen sich auf 201,9 Millionen Euro, was einem Rückgang von 23 Millionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspreche.

Im Bereich Retail & Corporate Banking, beispielsweise, konnte ein Anstieg der Privatkundeneinlagen aus Luxemburg und der Grenzregion verzeichnet werden, so die Bank.

Auch wenn die Immobilienkredite um 5 Prozent im Vergleich zum 30. Juni 2010 stiegen, war die Nachfrage nach anderen Kreditarten seitens der Kunden, und insbesondere der Firmenkunden, rückläufig, schreibt die BGL BNP Paribas in der Pressemitteilung.

Daneben konnte der Geschäftsbereich Private Banking, trotz schwieriger Marktbedingungen, das verwaltete Vermögen, im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010, unverändert halten.