Es handelt sich hierbei um einen Anstieg des Gewinns um 4,2 Prozent verglichen mit dem ersten Halbjahr 2013. Im Gesamtjahr 2013 belief sich der Gewinn der staatlichen Bank auf 208 Millionen Euro.
Trotz des gestiegenen Nettoresultats kann die Spuerkeess aber nicht in jedem Bereich auf Zuwachsraten verweisen. So wurde beim Netto-Bankergebnis beispielsweise ein Rückgang von 2,5 Prozent festgestellt.
Hintergrund ist der historisch niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank, der praktisch dem gesamten Sektor Schwierigkeiten bereitet. Der Unterschied zwischen den Zinsen auf Guthaben und Krediten ist zu klein, um den Banken eine gute Gewinnmarge zu ermöglichen.
Kundeneinlagen sinken
Auch das Volumen der Gelder, die die Kunden der BCCE anvertrauen, ist im ersten Halbjahr gesunken – um drei Prozent. Im Gesamtjahr 2013 hatte das Volumen der Kundeneinlagen noch um 2,4 Prozent zugelegt. Der Zuwachs von 2013 habe aber außergewöhnlich hohe temporäre Einlagen von einigen institutionellen Investoren beinhaltet, die später wieder abgezogen wurden, erklärt die Bank.
Die Folgen des automatischen Informationsaustausches spürt die Spuerkeess jedoch auch: „Es ist eine Tatsache, dass Kunden Gelder abgezogen haben“, sagt eine Sprecherin. „Es hält sich jedoch in Grenzen und fällt nicht ins Gewicht.“
Daneben ist auch die Summe der Dividenden, die die BCEE erhalten hat, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschrumpft. Das Finanzinstitut erklärt den Rückgang mit einer außerordentlich hohen Dividende, die sie im Vorjahreszeitraum erhalten hatte. Da die Kunden weniger Transaktionen an den Märkten tätigten, war zudem das Volumen der Kommissionen um zwei Prozent rückläufig.
Im Gegenzug zählte die BCEE in den ersten sechs Monaten des Jahres einen starken Anstieg, um 11,7 Prozent, im Bereich „Finanzinstrumente“.
Außerdem ist das Kreditvolumen der Spuerkeess, verglichen mit Ende Dezember 2013, mit 5,2 Prozent stark angestiegen. Dies führt das Finanzinstitut auf eine starke Nachfrage der Haushalte nach Immobilienkrediten zurück.
Insgesamt ist die Bilanzsumme der Bank – ein Indikator für das Geschäftsvolumen – in den letzten sechs Monaten um 5,9 Prozent gestiegen. Dies erklärt die Bank mit einer starken Zunahme bei der Emission von Wertpapieren für institutionelle Kunden. Des Weiteren weist sie in der Pressemitteilung darauf hin, dass die Zahlen der BCEE momentan im Rahmen der „Asset Quality Review“ unter die Lupe genommen würden. Darüber hinaus habe man im ersten Semester 2014 insgesamt 21 neue Mitarbeiter eingestellt.
Für die Zukunft ist man bei der BCEE „vorsichtig optimistisch“ gestimmt. „Luxemburg ist dabei, ein noch vertrauenswürdigerer Finanzplatz zu werden“, so die Sprecherin. Sowohl bei den Behörden als auch bei den Banken selbst würden wahre Anstrengungen unternommen, um dieses Ziel zu erreichen.
Zu Demaart
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