Nibali, der in den letzten Tagen eine erfolgreiche Aufholjagd gestartet hatte, reichte im Kampf gegen die Uhr über 9,3 Kilometer an der Adriaküste in San Benedetto del Tronto ein 9. Rang. Nach seinem Triumph bei der Vuelta 2010 feierte Nibali am Dienstag seinen zweiten Rundfahrt-Erfolg.
Radsport in Zahlen
7. und letzte Etappe (Einzelzeitfahren über 9,3 km in San Benedetto del Tronto): 1. Fabian Cancellara (CH) 10:36 Minuten, 2. Daniele Bennati (ITA/beide RadioShack-Nissan) auf 0:12 Minuten, 3. Cameron Meyer (AUS) 0:16, 4. Svein Tuft (CAN/beide GreenEdge), 5. Manuele Boaro (ITA/Saxo Bank) alle g.Z., 6. Hayden Roulston (NZL/RadioShack-Nissan) 0:17, 7. Ian Stannard (GBR/Sky) 0:18, 8. Peter Velits (SVK/Omega Pharma) 0:20, 9. Vincenzo Nibali (ITA/Liquigas) g.Z., 10. Marco Pinotti (ITA/BMC) 0:21, … 45. Chris Horner (USA) 0:40, 55. Jaroslaw Popowitsch (UKR) 0:49, 84. Grégory Rast (CH) 1:02, 103. Giacomo Nizzolo (ITA) 1:09; Aufgabe: Tony Gallopin (F/alle RadioShack-Nissan)
Schlusswertung: 1. Nibali 29:38:08 Stunden, 2. Horner auf 0:14 Minuten, 3. Roman Kreuziger (CZE/Astana) 0:26, 4. Rinaldo Nocentini (ITA/Ag2r) 0:53, 5. Johnny Hoogerland (NL/Vacansoleil) 1:00, 6. Joaquim Rodriguez (ESP/Katusha) 1:16, 7 Michele Scarponi (ITA/LAmpre) 1:16, 8. Wouter Poels (NL/Vacansoleil) 1:25, 9. Christophe Riblon (F/Ag2r) 1:31, 10. Meyer 1:33, … 75. Rast 29:19, 84. Roulston 33:13, 86. Popowitsch 34:43, 98. Cancellara 38:23, 110. Bennati 46:26, 133. Nizzolo 1:06:10
Als Tagessieger des Zeitfahrens konnte sich der mehrfache Zeitfahr-Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara nach 10:36 Minuten vor Daniele Bennati (Italien) feiern lassen. Damit empfahl sich der Schweizer RNT-Kapitän für den ersten Frühjahrs-Klassiker Mailand-SanRemo, den er 2008 gewonnen hatte.
Noch sehr weit entfernt von einer idealen Verfassung ist Vorjahressieger Cadel Evans. Der Tour-de-France-Gewinner aus Australien konnte bei der traditionellen italienischen Fernfahrt nie Akzente setzen und kam gestern in seiner Spezialdisziplin mit 11:20 Minuten auf den 49. Platz.
„Canci“ zuversichtlich
Sowohl bei Nibali als auch bei Horner war die Laune nach dem abschließenden „contre-la-montre“ gelöst: „Ich fühlte mich den ganzen Tag über sehr gut“, sagte Nibali, der sich auch zuversichtlich für das ganz große Rendez-vous im Sommer in Frankreich zeigte: „Dieses Jahr habe ich mehr Rennen als jeder andere vor Tirreno-Adriatico bestritten. Ich verstecke nicht, dass die Tour de France auf meinem Programm steht, doch die Zeitfahren dort werden mit 50 Kilometern wesentlich länger sein, was einen großen Unterschied ausmacht. In Abwesenheit von Alberto (Contador) wird das Rennen aber anders sein; dieses Jahr kann man etwas Großes erreichen.“
Für Horner war es trotz des knapp verpassten Schlusserfolgs dennoch „eine super Woche. Das Team hat mich durch ein fantastisches Mannschaftszeitfahren ins Leadertrikot gefahren, das ich einige Tage verteidigen konnte. Taktisch, bin ich der Meinung, sind wir ein brillantes Rennen gefahren. Dieses Rennen war nicht ideal für mich, doch auf dem Podium zu stehen, ist ein gutes Gefühl. Ich hatte nicht damit gerechnet, unter die ersten drei fahren zu können. Das Gefühl, dass die Mannschaft so gut gefahren ist und meine Beine so gut drehen, ist großartig.“ Für Chris Horner war es übrigens das erste Rennen seit seinem verletzungsbedingten Ausscheiden im Sommer 2011 bei der „Grande boucle“.
Der gestrige Tagessieger Fabian Cancellara konzentriert sich nun voll und ganz auf sein erstes großes Ziel am Samstag bei Mailand-SanRemo. „Ich verspürte absolut keinen Druck für das Zeitfahren, ich wollte Chris (Horner) gute Zwischenzeiten liefern, damit er sich orientieren konnte. Nach jetzt 30 Stunden auf dem Rad weiß ich, wie meine Form ist. Ich bin jedenfalls sehr zuversichtlich.“
Beim ersten Frühjahrs-Klassiker in Italien wird RNT annähernd das gleiche Team an den Start schicken wie jetzt bei Tirreno-Adriatico, wie Teamdirektor Luca Guercilena preisgab.
Zu Demaart
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