Wenn wir an einem wolkenlosen und dunklen Abend an den Himmel schauen, sehen wir viele Sterne. Besonders fällt uns ein weißes Band auf, das sich über den ganzen Himmel zieht. Es sieht aus, als hätte jemand eine Kanne Milch auf der Straße ausgegossen und die würde nun die Fahrbahn entlanglaufen. Auf den Vergleich kamen wohl schon frühere Generationen und so nannten diese Menschen die Erscheinung am Himmel eben Milchstraße. Oder auch Galaxis – dieser Name stammt aus dem Griechischen, von γάλα (gála), Milch. Eine alte griechische Sage erzählt, dass der Göttervater Zeus seinen Sohn Herakles besonders stark mit göttlichen Kräften versehen wollte. Dazu ließ er ihn nachts an der Brust seiner schlafenden Frau Hera trinken. Der ungestüme Knabe saugte jedoch so stark, dass Hera davon erwachte und ihn von sich stieß. Dabei spritzte die Milch aus ihrer Brust über den ganzen Himmel und verteilte sich in viele Pünktchen.
Galileo Galilei erkannte im 17. Jahrhundert als Erster mit einem Fernrohr, dass diese unzähligen Pünktchen viele Sterne sind, die sich im Band der Milchstraße bewegen. Sterne sind heiße Gaskörper aus Wasserstoff und Helium, einer davon ist unsere Sonne. Wissenschaftler glauben heute, dass es bis zu 300 Milliarden Sterne in unserer Galaxis gibt, um die sich – wie bei unserer Sonne – Planeten bewegen. Stellt euch das einmal vor!
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