Beide sprechen eine ähnlich hölzerne Sprache, mögen ähnlich geschmacklosen Käse und spielen nicht bei der Fußballweltmeisterschaft mit. Die Niederlande und Luxemburg verbindet vieles. Ein Punkt, der nicht immer auf dem Schirm ist: Beide Länder gehören zu den ganz großen Playern, wenn es um Steuervermeidung internationaler Unternehmen geht. Hier spielt jeder seine eigene Rolle – und beide ergänzen sich wie von selbst.
Dass Luxemburg seine Rolle zur Perfektion spielt, wissen wir. Doch es ist ein Spiel, in dem viele Rollen vergeben sind. Und auch die anderen Hauptdarsteller im internationalen Netz der Steuervermeidung sind gewiefte Akteure mit internationalem Renommee. Nur spielen sie eben eine andere Rolle, hüten und bearbeiten andere Schlupflöcher.
Ab heute ist ein Bruder im Geiste, ein Partner, ein komplementäres Puzzleteil zu Besuch im Großherzogtum: Ohne die Niederlande wäre Luxemburgs Finanzplatz nicht der, der er ist – nämlich der Welt zweitgrößtes Zentrum für Investmentfonds. Nur in den USA sind mehr als die 4.200 Milliarden Euro beheimatet, mit denen Luxemburgs Investmentfonds in der Welt hantieren.
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