Sprachen lernen ist für Luxemburger nichts Ungewöhnliches. Bereits im Grundschulalter erlernen unsere Kinder neben der zu Hause gesprochenen Muttersprache die jeweils noch beiden anderen Hauptsprachen, die im Großherzogtum gepflegt werden. Somit können sich viele Kinder auf Deutsch, Französisch und Luxemburgisch ausdrücken. Neben der Familie als sprachlichen Bezugspunkt leisten hier vor allem Vor- und Grundschule eine grundsätzliche Arbeit, um den Kindern einen auch grammatikalisch und orthografisch korrekten Umgang mit Sprache zu vermitteln.
Doch es gibt nichts, das sich nicht noch verbessern ließe. Eine Forschungsgruppe an der Uni Luxemburg beschäftigt sich mit der sprachlichen und kognitiven Entwicklung der Kinder. Die Psychologen und Sprachforscher unter Leitung von Pascale Engel de Abreu fanden in einer Studie mit Kindern ausschließlich Luxemburger Eltern heraus, dass zum Erlernen der beiden „Fremdsprachen“ Deutsch und Französisch sowohl die Bereiche des Gehirns, die das sogenannte Arbeitsgedächtnis enthalten, als auch jene, in denen phonologische Fähigkeiten zum Erkennen von Lauten und Sprachteilen entwickelt werden, benötigt werden. Nur im Zusammenspiel gelingt es, sowohl grammatikalische und orthografische Regeln (Arbeitsgedächtnis) zu lernen, als auch gesprochene Sprache zu verstehen und wiedergeben zu können (phonologische Fähigkeiten). Eine Schlussfolgerung, die für Sprachlernmethoden relevant sein kann.
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