In einer extra angesetzten Telefonkonferenz wollen die Euro-Finanzminister am Mittwoch Optionen diskutieren, wie Athen zusätzliche Unterstützung erhalten kann. Entscheidungen werden nicht erwartet – diese dürften erst bei dem regulären Treffen am 12. November fallen.
Auf dem Tisch liegen Vorschläge wie der Erlass eines Teils der Schulden, Anleihenkäufe und neue Kredite aus dem Euro-Rettungsfonds ESM. Alle Optionen sind umstritten. Thema ist auch die Freigabe der nächsten Kredittranche an Athen von 31,5 Milliarden Euro. Dem Land droht ohne dieses Geld die Pleite.
Primärüberschuss 2013
Die griechische Regierung will 2013 erstmals seit mehr als zehn Jahren einen Haushaltsüberschuss ausweisen. Der sogenannte Primärhaushalt – bei dem die Kosten für den Schuldendienst ausgeklammert werden – soll ein Plus von 0,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes haben, sagte ein Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Der Überschuss wäre damit aber kleiner als bislang mit 1,1 Prozent angestrebt. In diesem Jahr soll es noch ein Defizit von 1,5 Prozent gegeben. Einen Überschuss im Primärhaushalt gab es zuletzt 2002.
Die Regierung will im Laufe dieses Tages ihren Haushalt für 2013 vorstellen. Er dürfte weitere Sparmaßnahmen enthalten, auf die die internationalen Geldgeber Griechenlands dringen.
Zu Demaart
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