Bei einem großen Waldbrand auf Zypern sind zwei Menschen ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Der Brand war am Wochenende an mehreren Orten in der Region Solea-Evrychou am Fuße des Berges Troodos ausgebrochen und konnte seitdem nicht unter Kontrolle gebracht werden. Hilfe der EU lief an.
Zyprischen Medien zufolge handelt es sich um den größten Brand der vergangenen Jahrzehnte. Die dichten Rauchwolken, die mehrere Kilometer hoch über den Berg Troodos stiegen, waren aus allen Regionen Zyperns zu sehen, sagten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur.
«Eine noch nie dagewesene Katastrophe»
«Es ist eine noch nie dagewesene Katastrophe», sagte der zyprische Präsident Nikos Anastasiades, der am Dienstag die Region besuchte, im zyprischen Fernsehen. Er hoffe, dass die Löschflugzeuge es bis zum Abend schaffen, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Das Staatsradio hatte berichtet, dass der Brand nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr versehentlich von einem zwölfjährigen Jungen entfacht worden war. Die Opfer sind Feuerwehrleute, deren Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, von einem Steilhang fiel und sich mehrmals überschlug, wie das Staatsfernsehen berichtete.
Extreme Trockenheit
Bislang seien 15 Quadratkilometer Wald und landwirtschaftlich genutztes Land zerstört worden, teilte die Feuerwehr mit. Bei den Löscharbeiten sind 16 Flugzeuge und Hubschrauber aus Zypern, Griechenland und Israel im Einsatz. Weitere Löschflugzeuge, drei aus Frankreich und eins aus Italien, wurden am Nachmittag auf Zypern erwartet. Auch Hubschrauber der britischen Stützpunkte auf Zypern nehmen an den Löscharbeiten teil, wie das Staatsfernsehen berichtete. In der Region herrschen Temperaturen um die 40 Grad und extreme Trockenheit. Touristische Regionen waren bislang nicht bedroht.
Zu Demaart
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