Der Nominierungsparteitag der US-Republikaner beginnt mit lautstarkem Zank: Grund die Abstimmung zur Nominierung Donald Trumps. Der Bau-Mogul gibt sich gelassen und kündigt an, die Partei einigen zu wollen.
Der Senator von Texas, Ted Cruz, verteilte beim Konvent der Republikaner in Cleveland am 20. Juli verbale Ohrfeigen an den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. (Tageblatt/Carolyn Kaster)
Trump, hier mit seinem Vize - Mike Pence - wurde am Mittwoch (20. Juli) offiziell zum Präsidentschaftskandidat der Republikaner gekürt. (Tageblatt/Carolyn Kaster)
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Abgang mit "Geschmäckle". Am Dienstag soll Donald Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikaner offiziell nominiert werden. (dapd/Dominick Reuter)
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Das Mega-Event für die Republikaner beginnt am Montag (18. Juli) in Cleveland. (dapd/Timothy A. Clary)
Beim Parteitag soll der umstrittene Bau-Mogul Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten offiziell nominiert werden. (dapd/Dominick Reuter)
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Die Polizei wartete mit einem Riesenaufgebot. (dapd/Dominick Reuter)
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Eigentlich sollte er erst heute, am Dienstag (19. Juli) vor den Delegierten beim Republikaner-Parteitag sprechen, aber der streitbare Donald Trump ergriff die Flucht nach vorne. (dapd/Timothy A. Clary)
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Kein nackter Protest, sondern Kunst: Spencer Tunick's neuestes Werk trägt den Titel "Everything She Says Means Everything," (zu Deutsch: Alles, was sie sagt, meint alles") am Rande des Nominierungsparteitages in Cleveland. (dapd/Timothy A. Clary)
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Vor Beginn der viertägigen Veranstaltung gab es erste Proteste. Im Bild eine Menschenkette gegen Rassismus als Zeichen der Solidarität und gegen Rassismus nach den jungsten Polizistenmorden in Baton Rouge. (dapd/Dominick Reuter)
Der Auftritt wurde von Protesten und einen Tumult zwischen Gegnern und Anhängern Trumps unter den Delegierten begleitet. (dapd/Robyn Beck)
Donald Trump hat nicht nur Anhänger in Cleveland. (dapd/Dominick Reuter)
Laut Programm soll Trump am Dienstag nominiert werden, seine Rede ist zum Abschluss am Donnerstagabend geplant. (dapd/Chip Somodevilla)
Nur wenige prominente Republikaner sind als Redner vorgesehen. Der Immobilienmogul macht den Parteitag allerdings zu einer Familienangelegenheit: Seine Kinder stehen auf der Rednerliste und seine Ehefrau Melania, die am Montag das Wort ergreifen soll. (dapd/Timothy A. Clary)
Am ersten Tag des Treffens sollen die nationale Sicherheit und die Einwanderungspolitik im Zentrum stehen. Der Schwerpunkt am Dienstag soll auf der Wirtschaft liegen und am Mittwoch auf der Stellung der USA in der Welt. Am Donnerstag soll es um die innere Einheit der USA gehen - einer der Hauptkritikpunkte gegen Trump lautet, dass seine Botschaft die innere Spaltung vertiefe. (dapd/Timothy A. Clary)
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Dann ließ Trump seine Frau Melania für sich sprechen. (dapd/Timothy A. Clary)
Sie zeichnete ein persönliches Bild ihres Gatten und verteidigte sein Wertesystem. Nach dem umjubelten Auftritt gab es scharfe Kritik an Frau Trump. Sie habe große Teile ihrer Ansprache bei Michelle Obamas Rede von früher abgekupfert. (dapd/Robyn Beck)
Die Trumps zelebrieren ihre Liebe auf der Bühne. (dapd/Dominick Reuter)
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Zu Beginn des Parteitags der US-Republikaner ist lautstarker Streit über die anstehende Nominierung des Immobilienmilliardärs Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten ausgebrochen. Gegner und Anhänger Trumps lieferten sich am Montag bei der Versammlung in Cleveland im Bundesstaat Ohio ein minutenlanges Gefecht mit Sprechchören.
Auslöser des Streits war eine Abstimmung über das Verfahren zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten. Ein Parteiausschuss hatte im Vorfeld die Regel bekräftigt, dass die große Mehrheit der Delegierten in ihrem Votum über den Kandidaten an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden ist. Diese hatte Trump mit klarer Mehrheit gewonnen.
Gegner müssen sich beugen
Die Trump-Gegner hatten nach eigenen Angaben aber genügend Unterschriften gesammelt, um eine namentliche Abstimmung aller Delegierten über die Parteitagsregularien zu erreichen. Sie wollten erreichen, dass alle Delegierten frei über den Kandidaten abstimmen können – in der Hoffnung, dass Trump dann die erforderliche Mehrheit von 1237 Delegiertenstimmen verfehlen würde. Die Trump-Gegner reklamierten auch, sie hätten genügend Unterschriften beisammen, um eine namentliche Abstimmung über die Regeln zu erreichen.
Dennoch ließ die Parteitagsleitung nur per Akklamation über die Regularien abstimmen und verkündete dann, die Regeln seien in der bestehenden Form von der Versammlung gebilligt worden. Daraufhin brachen die Trump-Gegner in lautstarken Protest aus. «Schande, Schande» und «namentliche Abstimmung, namentliche Abstimmung» skandierten Hunderte von Delegierten.
Verwirrung und mehrmalige Abstimmung
Einige von ihnen verließen sogar den Saal. Trump-Anhänger konterten mit dem Ruf «USA, USA». Einige Minuten herrschte Konfusion. Dann ließ die Parteitagsleitung nochmals per Akklamation über die Nominierungsregeln abstimmen. Erneut wurde hinterher verkündet, dass die Mehrheit der Delegierten «Ja» gerufen und damit die Regeln akzeptiert habe.
Die Parteitagsleitung erklärte ferner, dass die Antragsteller nicht genügend Unterschriften beisammen hätten, um eine namentliche Abstimmung zu erzwingen. Die Trump-Gegner schienen danach zu resignieren. Der frühere Senator Gordon Humphrey, einer der Initiatoren des Vorstoßes, räumte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP ein, dass es der Gruppe offensichtlich an ausreichendem Rückhalt gefehlt habe. Er sei darüber «nicht überrascht, aber empört». Trump soll nun am Dienstag von dem Parteitag zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden.
Daisy Schengens Laufbahn beim Tageblatt begann 2010 als Online-Redakteurin, später in der Lokalredaktion, bevor sie leitende Redakteurin des Magazin-Hefts wurde. Ihre Schwerpunkte umfassen die Themengebiete Gesundheit und Ernährung. Die gebürtige Bulgarin hat einen Magisterabschluss in Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie an der Mosel. Wenn sie nicht über Genuss und Gesundheit schreibt, widmet sie sich dem Tanz(-sport).
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