Mittwoch28. Januar 2026

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Tesla will SolarCity kaufen

Tesla will SolarCity kaufen
(Jack Plunkett)

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Der Elektroautobauer Tesla will mit einer milliardenschweren Übernahme in den Markt für Ökostrom einsteigen.

Der US-Konzern bietet dabei bis zu 2,8 Milliarden Dollar für den Solarmodul-Hersteller SolarCity. Damit könne Tesla Kunden künftig Elektroautos, Stromspeicher und Solaranlagen aus einer Hand anbieten, sagte Firmenchef Elon Musk am Dienstag. Zwischen den Firmen gibt es bereits Verbindungen. Musk ist bei beiden größter Anteilseigner und steht dem Verwaltungsrat von SolarCity vor.

Der Elektroauto-Pionier will mit der Übernahme für beide Konzerne neue Kunden gewinnen. Zwar sei nicht bekannt, wieviele Käufer eines Elektroautos von Tesla bereits eine Solaranlage auf dem Dach hätten, sagte Musk. Er gehe aber davon aus, dass die meisten von ihnen auch an Ökostrom interessiert seien. Zugleich will Musk den Verkauf von Elektroautos kräftig ankurbeln. Das erste Fahrzeug des Konzerns, das für den Massenmarkt gedacht ist, soll Ende nächsten Jahres ausgeliefert werden.

SolarCity wurde von Musks Cousins gegründet

Geplant ist, auch die Solar-Systeme künftig unter der Marke Tesla zu vertreiben. SolarCity wurde von Musks Cousins gegründet und ist mittlerweile der führende Installateur von Solaranlagen auf Wohnhäusern in den USA. Dennoch weist das Unternehmen regelmäßig Verluste aus und die Aktie hat in diesem Jahr fast 60 Prozent an Wert eingebüßt.

Tesla bietet zwischen 26,50 und 28,50 Dollar je SolarCity-Aktie, was einem Aufschlag von bis zu 35 Prozent auf den Schlusskurs des Papiers am Dienstag entspricht. Damit liegt das Volumen der Transaktion, die in Aktien abgewickelt werden soll, bei 2,6 bis 2,8 Milliarden Dollar.

Auch wenn Musk betonte, bei dem Deal gebe es nicht mehr viel zu überlegen, zeigten sich Anleger skeptisch. Tesla-Aktien brachen nachbörslich um mehr als 13 Prozent ein, was einem Wertverlust von rund 4,3 Milliarden Dollar gleichkam. SolarCity-Papiere schossen dagegen 18 Prozent in die Höhe auf 25,02 Dollar. Musk hält 19 Prozent an Tesla und 22 Prozent an SolarCity, will sich bei der Abstimmung über die Übernahme aber zurückhalten.