Die spanische Regierung wird einem Zeitungsbericht zufolge die Zahlen zum Haushaltsdefizit 2011 nach oben korrigieren müssen. Die Regierung bleibt beim Sparkurs und legt am Donnerstag einen neuen Maßnahmen-Katalog vor.
25.09.2012 Tausende gingen in der spanischen Hauptstadt Madrid auf die Straße, um gegen den drastischen Sparkurs der Regierung Rajoy zu protestieren. Dieser Demonstrant hat "Die Menschen für die Menschen" auf seiner Handfläche geschrieben. (Tageblatt/Andres Kudacki)
"Sie müssen alle gehen" - eine deutliche Aufforderung zum Rücktritt des Premiers Rajoy und seine Minister. (Tageblatt/Andres Kudacki)
Zunächst verliefen die Proteste ohne Zwischenfälle. (Tageblatt/Daniel Ochoa de Olza)
(Tageblatt/Andres Kudacki)
Doch als die Teilnehmer der Kundgebung sich immer mehr dem Parlamentsgebäude näherten, eskalierte die Lage. (Tageblatt/Andres Kudacki)
Es kam zu gewaltsaqmen Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften, ... (Tageblatt/Daniel Ochoa de Olza)
..., als aufgebrachte Menschen versuchten Absperrungen in der Nähe des Abgeordnetenhauses zu durchbrechen. (Tageblatt/Daniel Ochoa de Olza)
Mehr als 60 Menschen wurden dabei verletzt, darunter auch 27 Polizisten. (Tageblatt/Daniel Ochoa de Olza)
27 Teilnehmer der Protestkundgebung seien verhaftet worden, hieß es. (Tageblatt/Daniel Ochoa de Olza)
Die Berechnungen müssten auch die Mittel berücksichtigen, die Spanien für die Verstaatlichung von drei Banken aufgewendet habe, berichtet die Zeitung El Pais in der Internet-Ausgabe. Die Liquiditätsspritzen beliefen sich auf 11 Milliarden Euro oder rund 1 Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP), heißt es in dem Bericht weiter. Damit würde das Defizit im Verhältnis zum BIP im vergangenen Jahr bei knapp 10 Prozent gelegen haben. Zuletzt war ein Wert von 8,9 Prozent ausgewiesen worden.
Spanien hatte mit der EU vereinbart, das Defizit im laufenden Jahr auf 6,3 Prozent zu senken. An diesem Donnerstag will die spanische Regierung den Haushalt für 2013 vorlegen. Unterdessen gingen die Demonstrationen gegen weitere Sparmaßnahmen am Mittwoch weiter.
Daisy Schengens Laufbahn beim Tageblatt begann 2010 als Online-Redakteurin, später in der Lokalredaktion, bevor sie leitende Redakteurin des Magazin-Hefts wurde. Ihre Schwerpunkte umfassen die Themengebiete Gesundheit und Ernährung. Die gebürtige Bulgarin hat einen Magisterabschluss in Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie an der Mosel. Wenn sie nicht über Genuss und Gesundheit schreibt, widmet sie sich dem Tanz(-sport).
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